Tagesausflug nach Sighnaghi

Ich stand um 7 Uhr auf. Im Hostel war es noch dunkel. Auf dem Sofa in der Küche/Aufenthaltsraum schlief der japanisch aussehende Russe. Im Zimmer, wo sie alles mögliche aufbewahren wie Toilettenpapier, sollte ich meinen Rucksack hinstellen. Dort schlief zu meiner Verwunderung der georgische Mitarbeiter, der kein Englisch kann.

Mit der U-Bahn fuhr ich alsbald nach Samgori, wo sich ein weiterer kleiner Busbahnhof namens Navtlughi befindet. Nach einer kurzen Suche entdeckte ich den Minivan für Sighnaghi mit englischem Schild. Sehr schnell waren genügend Leute beisammen. Ein leerer Minivan fuhr ein und spontan wurde entschieden, dass dieser nach Sighnaghi fährt. Kurz vor 9 Uhr verliessen wir die Stadt.

Busbahnhof Navtlughi

Wie ein typischer georgischer Fahrer überholte der rauchende, alte Mann gerne. Am Strassenrand gab es immer wieder Stände, die auch Fleisch verkauften. Bisher hatte ich nur Gemüse oder Honig gesehen. In einigen Abständen auf einem Platz nahe der Strasse standen auch ein Dutzend oder mehr Autos herum sowie eine Gruppe alter Männer. Was diese genau vorhatten war nicht ersichtlich. Ab und zu fungieren Minivans zudem als Postboten. Kurz vor Sighnaghi hielten wir an, um einem alten Mann einen Plastiksack voller Waren zu übergeben.

Minivan von Tiflis nach Sighnaghi

Busbahnhof von Sighnaghi

Fahrplan Sighnaghi – Tiflis

Um ca. 10.45 Uhr trafen wir in Sighnaghi ein. Ich fragte den Fahrer sogleich nach den Rückfahrtzeiten. Diese sind um 13 Uhr, 16 Uhr und 18 Uhr. Er empfahl mir beim alten Mann im kleinen Häuschen bereits das Ticket zu kaufen. Er schrieb auf einen weissen Zettel die Zeit, irgendeine Nummer und wie viel ich bezahlt hatte.

Als es so schön um die Kurven ging auf der Hinfahrt hatte ich eine wunderschöne Sicht auf das Städtchen. Leider werden im Zentrum Quadbikes vermietet zum Herumfahren, was das ruhige Bild der “Stadt der Liebe” etwas zerstört. Der Himmel war wolkenverhangen. Erst später als ich zum Bodbe Kloster lief begann es zu tröpfeln, was sich eine Stunde später in strahlenden Sonnenschein mit blauem Himmel verwandelte.

Quad Bikes im Dorf

Sighnaghi

Sighnaghi

Hier gibt es noch sehr viele Tore und Wehrtürme

ein sehr altes Fahrzeug

Das Dorf selber ist klein und die Zeit bis 16 Uhr reicht gut, um alles richtig auszukundschaften. Es gibt eine prägnante Kirche, farbige Häuser à la Italien sowie eine Stadtmauer mit Wachtürmen, die teilweise an die chinesische Mauer erinnert. Touristen hat es auch jede Menge, vor allem Russen sowie Chinesen. Ich spazierte etwas hin und her. Vom Dorf aus sind es etwas mehr als 2km zu Fuss zum Bodbe Kloster, was sich gut bewältigen lässt. Erst geht es ein bisschen den Hügel hoch und danach wieder runter. Leider wird das Kloster derzeit restauriert und ist darum fast ganz von einem Gerüst bedeckt. Auch die Touristenmassen störten mich, weshalb ich mich schon bald wieder auf den Rückweg machte.

Die Stadtmauer erinnerte mich etwas an die Grosse Mauer von China

Stadtmauer

Kirche

Bodbe Kloster

Kirche beim Bodbe Kloster

Blick auf Sighnaghi

Blick auf Sighnaghi

In Sighnaghi gibt es einen bekannten Weinkeller namens Pheasants Tears, wo man auch essen kann. Eigentlich wollte ich hier eine Flsche Wein für meine Schwestern besorgen. Beim Eingang entdeckte ich jedoch ein ca. 10cm grosses Kätzchen, das viel zu jung aussah, um schon alleine zu sein und herzzerreissend miaute. Es schien nicht mehr viel Energie zu haben. Ich wusste nicht wie ich dem kleinen Fellknäuel helfen konnte und war anschliessend so deprimiert, dass ich keine Lust mehr auf Shopping oder einen Restaurantbesuch hatte.

In einem Supermarkt kaufte ich mir Chips und Erdnüsse, die ich dann verköstigte, während ich meinen Thriller las und auf den Minivan wartete. Pünktlich um 16 Uhr fuhren wir los, wobei ich die ganze Fahrt hindurch las. Wir hatten einen alten Fahrer, der den Fuss auch nur ungerne vom Gaspedal nahm.

Um 18 Uhr waren wir zurück am Busbahnhof bei der Samgori Metrostation und ich fuhr zum Freedom Square. Ich wollte ins vegetarische Restaurant Café Leila essen gehen, doch als ich dort ankam, hiess es, es sei alles ausgebucht bis um 22 Uhr. Meine Motivation sank erneut in den Keller und so ging ich zurück ins Hostel, wo ich am Rest der Chips knabberte.

Dann begann die lange Wartezeit. Der Hosteltyp hatte mir erlaubt noch so lange wie ich will im Hostel zu warten und auch noch eine Dusche zu nehmen. Immerhin kam ich mit der freiwilligen Angestellten aus Lettland in Kontakt, die fast fliessend (aber

aber mit Fehlern) Deutsch sprach. Später gesellten sich doch tatsächlich noch ein süsses altes japanisches Hippiepaar und ein junges israelisches Paar dazu.

Wir quatschten noch in der Küche bis um 1.30 Uhr, dann gingen die anderen schlafen und ich packte meinen Rucksack und ging zur Bushaltestelle vor der Metrostation Freedom Square warten. Natürlich stoppten zu dieser Zeit viele Taxis, die mich mitnehmen wollten. Nach etwa 10 Minuten tauchte aber bereits der Flughafenbus Nr. 37 auf, der 0.50 Lari kostet.

Vielleicht eine Dreiviertelstunde später erreichten wir den Flughafen. Ich ging zum Arrival, den dort gab es die besseren Wechselkurse. Ich tauschte mein georgisches Restgeld in Euros um. Bald daruf konnte ich schon einchecken. Mein Flug (wieder Notausgangssitzplatz auf meine Bitte hin) hatte etwas Verspätung, weshalb ich in Istanbul erst mal rannte, doch zum Glück war jener nach Basel auch verspätet. Flüge um 5.25 Uhr sollten allerdings verboten werden, das bringt die innere Uhr nur in Verwirrung.

Zurück nach Georgien!

Ich wachte früh auf. Inzwischen habe ich nun noch zwei Mitbewohnerinnen aus den Philippinen gekriegt. Da ich nicht genau wusste wie viel der Minivan nach Tbilisi kosten sollte, entschied ich mich zum Busbahnhof zu laufen. Ich traf dort um 8.15 Uhr ein. Es stand bereits ein leerer Minivan da und wie mir der Fahrer erklärte, kostet die Fahrt – wie im Lonely Planet ausgeschrieben – 6500 Dram. Er erklärte mir, dass wir in einer Stunde losfahren.

Plötzlich tauchte ein chinesisches Paar auf, die allerdings unbedingt einen Minivan zur Avlabari Metrostation in Tiflis haben wollte. Mein Minivan würde aber wieder in Ortachala halten. Ich war leider dann so doof, dass ich nicht realisierte, dass ein Taxifahrer ihnen für 7000 Dram (ich nehme an pro Person) die Fahrt anbot. Stattdessen liess ich sie weiterdiskutieren und mein Fahrer verräumte meinen Rucksack im Kofferraum. Ich ging anschliessend zu einem Kiosk, wo ich mir eine Runde Schokolade und Cola kaufte mit dem Restgeld.

Schade war ich so dumm gewesen, denn ich musste anschliessend bis um 10 Uhr warten. Nach einer Weile erschien ein Thailänder, doch um 9 Uhr passierte trotz Versprechen nichts. Erst kurz vor 10 Uhr tauchten noch vier weitere Passagiere auf und unser Fahrer legte dann zum Glück pünktlich los. Ich weiss nicht warum, aber die Fahrer auf der Strecke Tiflis-Yerevan scheinen partout nicht zu rasen. Unser Fahrer hielt sich mühsamerweise schön brav an die 50km/h und blickte auch immer schön beim Überholen. Hätten wir einen normal verrückten georgischen Fahrer, so bräuchten wir wohl kaum sechs Stunden für die 300 Kilometer.

Gemüseverkauf am Strassenrand vor dem Haus

auf der Fahrt nach Tiflis

Ich hatte definitiv Pech gehabt, denn um 11.45 Uhr hielt der Fahrer an, um Geld zu wechseln. Dann wurde entschieden, zum besten Kebabshop der Gegend essen zu gehen. Ich war etwas genervt, weil dies bedeutete, noch später in Tiflis anzukommen. Wir verloren eine halbe Stunde fürs Mittagessen und weiter ging’s. Draussen war es sehr kalt, die Wälder alle herbstlich gefärbt und die Wolken dunkel drohend tief hängend. Irgendwo hielt der Fahrer plötzlich an und die drei alten Armenier gingen Früchte von Bäumen pflücken.

Mit der Zeit wurden wir eine kleine, lustige Gruppe. Um 15 Uhr erreichten wir endlich die Grenze und waren nach gut einer Viertelstunde bereits in Georgien. In den ersten Dörfern nach der Grenze gibt es überall diese Gasleitungen wie in Armenien. Das Wetter hier war leider schlechter: es nieselte. Später begann es noch mehr zu regnen.

Gegen 16.45 Uhr erreichten wir endlich den Busbahnhof Ortachala. Leider konnten/wollten uns die Armenier nicht helfen. Ich bat eine Frau um Hilfe, wie ich den zum Freedom Square kommen würde. Sie verwiesen mich an die Nummer 149, die bald auch auftauchte. Der Engländer folgte mir, denn er wollte zum Bahnhof, um den Zug um 17.30 Uhr zu erwischen. Ich weiss nicht, ob es ihm gereicht hat.

Mein gebuchtes Hostel wurde vor Kurzem neu eröffnet und heisst Soul Kitchen. Die Lage ist unweit der U-Bahnstation in einer Seitenstrasse. Den Eingang hätte ich aufgrund des nur kleinen Logos fast übersehen. Leider stellte sich dieses als nicht so schön wie auf den Fotos heraus. Es scheint eine ehemalige Wohnung zu sein, die in ein Hostel umfunktioniert wurde. Vieles scheint der Besitzer und seine Mitarbeiter laufend zu verbessern. Die Zimmer sind sehr ringhörig und man muss das Bett selber beziehen. Es gibt eine Dusche, ein WC und eines mit beidem, aber alles sehr eng bemessen.

Um 19 Uhr hatte ich mit dem Holländer Daniel, den ich im Hostel Fabrika kennen gelernt hatte und mit ihm nach Mestia gereist war, abgemacht. Wie gingen in ein von seinem Gastvater (Air Bnb) empfohlenes Restaurant, wo wir uns für 11 Lari pro Person drei vegetarische Gerichte teilten. Anschliessend kauften wir im Supermarkt eine Flasche Rotweib und verbrachten den Abend trinkend mit seinem Gastvater. Etwas angetrunken musste ich anschliessend mit der U-Bahn zurückfahren.

georgisches Essen: Tomaten-Gurkensalat mit einer Baumnusssosse

georgisches Essen

5l Bier für (sehr) wenig Geld

Tagestour mit Hyur Service nach Lake Sevan und Dilijan

Heute stand ich um 8 Uhr auf, um vor der Tour noch duschen zu können. Zufälligerweise war die Frühstückfrau heute früher da und so kam ich in den Genuss von einem Stück Cake (mit einem Hauch Schokolade) sowie einem Kirschenjoghurt. Später hätte es noch Brot mit Käse und Konfitüre gegeben, doch ich musste mich auf den Weg machen.

Pünktlich um 9.30 Uhr erreichte ich das Büro von Hyur Service. Meine heutige Tour führt nach Lake Sevan und Dilijan. Die Tour wird heute nur auf Englisch, zum Glück von einer anderen Führerin, durchgeführt und da wir so wenige sind, haben wir nur einen kleinen Minivan. Notabene sind die Fahrzeuge dieser Firma im Topzustand, inklusive entsprechendem Logo auf der Seite.

Unsere heutige Führerin Anna stellte sich als viel kompetenter heraus als die letzte Führerin. Sie hatte einen gut strukturierten Ablauf und ihr Englisch war definitiv viel besser, so dass man die Zusammenhänge gut verstand. Das einzige, was beide machten, war, dass sie gewisse Dinge 2x auf verschiedene Weise sagen. Das ist zwar gut für mein Kurzzeitgedächnis, aber irgendwie auch komisch.

Lake Sevan

Sevanavank

Sevanavank

Um 11.10 Uhr erreichten wir den See Sevan, wo wir bis 12 Uhr Zeit zur freien Verfügung hatten. Von unten geht man einige Treppenstufen hoch auf einen Hügel, von wo aus man einen guten Überblick über den See hat und sich zwei Kirchen befinden. Die Kirchen sehen eigentlich wie immer copy-paste ähnlich aus und auch das Innere ist nicht sehr speziell. Dafür ist die Umgebung viel spezieller mit dem See im Hintergrund. Hier lernte ich den einzig anderen Schweizer meiner gesamten Reise kennen, leider aus der Westschweiz. Immerhin beruhigte mich zu hören, dass es in seinem Hostel genauso zu und hergeht wie in meinen in Yerevan.

Unsere Führerin machte ihre Aufgabe wirklich gut. Als nächstes fuhren wir zum Goshavank Kloster, wofür wir eine Stunde benötigten. Dieses liegt in der Nähe von Dilijan, der Schweiz Armeniens. Am Lake Sevan war das Wetter wunderschön mit blauem Himmel und warm. Als wir schliesslich durch den längsten Tunnel Armeniens fuhren, änderte sich die Landschaft und das Wetter sofort. Zuvor kahle, trockene Landschaft, nun Wälder mit Herbstlaub, bedecktem Himmel und Kälte.

Blick auf das Dorf bei Goshavank

ein Kreuzstein (oben das Paradies, unten die Erde und das Kreuz als Verbindung)

Blick nach oben

Inschrift an der Wand

Goshavank

Goshavank

In Goshavank hatten wir eine halbe Stunde zur Verfügung. Der Komplex wird auf der Rückseite gerade restauriert. Die Fotos kamen jedoch nicht schön heraus, weil der Himmel mit dunkelgrauen Wolken verhangen war. Vor der Kirche hat es eine Statue des Mönchs Gosh (=”kleiner Bart”). Die Kirche ist insofern interessant als dass sie aus mehreren Gebäuden besteht. Diese sind jedoch alle entweder leer und schwarz oder aber haben einige Heiligenbilder an den Wänden. Die Kirche befindet sich mitten in einem kleinen Dorf am Ende einer Schlucht. Ich fragte mich, wie die Menschen zu dem Tourismus stehen.

Nächster Programmpunkt war das Mittagessen, wofür ich mich dieses Mal auch angemeldet hatte. Dies nur aus dem Grund, weil ein vegetarisches Menü für 3200 Dram zur Auswahl stand. Wir hielten irgendwo in Dilijan bei einem Restaurant namens Carahunge. Eines muss ich ihnen lassen: sie suchen immer sehr schöne Restaurants aus. Der Service war jedoch nicht so gut. Das Essen sosolala. Zur Vorspeise gab es eine Käseplatte mit sehr salzigem Käse. Danach einen Teller mit Getreide und Pilzen, Tomaten-Gurkensalat und irgendwie gekochte Auberginen. Danach gab es eine Tasse Tee oder Kaffee.

Vorspeise

Hauptgang

“Dessert”

Kurz vor 16 Uhr erreichten wir Haghartsin Kloster. Kloster unterscheiden sich von Kirchen folgermassen: Kirchen befinden sich im Dorfzentrum und Kloster sind so abgelegen, dass sie niemand finden können sollte. Der Name des Kloster bedeutet, dass nur ein Adler das Kloster finden können soll. Als wir die gut geteerte Strasse hochfuhren, wurde es immer nebliger und dunkler. Das Kloster verschwand leider fast im Nebel. Ich fror mit meinen Flipflops. Der Unterschied zwischen den Orten ist wirklich sehr gross. Hier hatten wir wieder eine halbe Stunde Zeit zur Verfügung.

Haghartsin im Nebel

im Innern des Klosters

im Innern des Klosters

Haghartsin

ein ausgebrannter Baumstamm

Auf der Rückweg regnete es in Strömen, zumindest bis wir beim Lake Sevan ankamen. In Yerevan trafen wir erst um 18.45 Uhr ein. Joseph, der Schweizer, fragte mich, ob wir noch etwas Zeit zusammen verbringen wollen, denn er wollte nicht zurück in sein chinesisches Hostel. Erst gingen wir kurz Geld wechseln. Leider ist der Umrechnungskurs die letzten Tage immer weiter gefallen. Ich wechselte nur 20 Euro, was noch für mein Hostel und den Minivan nach Tiflis ausreichen sollte. Anschliessend gingen wir zu einem Café in der Nähe des Republic Square und plauderten eine Weile. Es stellte sich heraus, dass er Flug und Hotel über meinen Arbeitgeber in Fribourg gebucht hatte.

The Green Bean

The Green Bean

Musik-Wasserspiel in Yerevan

Musik-Wasserspiel in Yerevan

Später wechselten wir ins The Green Bean, weil er noch etwas essen wollte. Er lud mich beide Male ein, obwohl ich schon noch etwas Geld zur Verfügung gehabt hätte. Kurz vor 22 Uhr gingen wir uns noch das imposante Wasserspiel am Republic Square anschauen. Zu verschiedensten Lieder (Hallelujah, Disney, We are the Champions etc) tanzte das Wasser in den verschiedensten Farben. Obwohl es leicht tröpfelte, war es sehr eindrücklich. Es war eine sehr schöne Atmosphäre und die Zuschauer wirkten alle sehr glücklich.

Tagesausflug nach Geghard und Garni

Ich hasse es, wenn Leute nicht pünktlich sind und mir damit jeglichen Plan zerstören. Es sollte ab 8.30 Uhr oder auch 9.00 Uhr Frühstück geben, doch die Köchin tauchte erst nach 9 Uhr auf. Ich hatte einerseits keine Lust zu warten, aber auch keine Lust noch zusätzlich Geld ausgeben zu müssen fürs Frühstück. Es gab armenisches Brot mit komischer Aprikosenmarmelade, drei Scheiben Käse, einer salzigen Roulade mit Fleisch (“just a little chicken breast inside”) und schliesslich noch Früchte.

Um 10.25 Uhr konnte ich endlich den violetten Bus Nr. 5 ab der Mashtot Strasse (gegenüber des grossen Supermarktes mit dem goldenen Torbogen) nehmen. Etwa eine halbe Stunde später kam ich beim Mercedes Gebäude an. Hier in die Strasse einbiegen und in einen Minivan der Nummer 266 (auch mit Foto auf Englisch angeschrieben) einsteigen. Ein voller Minivan fuhr mir leider gerade vor der Nase weg.

Minivan Yerevan nach Garni

Kurz nach 11 Uhr war der nächste Minivan voll und wir düsten los. Ausser mir waren noch vier Russen im Minivan, doch diese stiegen leider beim Garni Tempel aus. Ich hatte beschlossen auf ein Taxi zu verzichten, weil ich nicht mehr allzu viel Geld habe. Ich konnte unserem Fahrer dies erklären und so fuhr er bis zum letzten Punkt in Goght, wo er wohl selber wohnt und fürs Mittagessen einkehrte. Ich bezahlte 250 Dram für die ca. 1-stündige Fahrt.

Auf dem Weg zum Kloster Geghard

Blick auf das Kloster Geghard

Ab hier waren es noch knapp 4 Kilometer bis zur Geghard Kathedrale. Mich passierten viele Autos, die ich vielleicht hätte anhalten können, doch ich wollte nichts riskieren. Ich musste unter der prallen Sonne laufen und es ging leicht runter. Fast eine Dreiviertelstunde später war ich bei der Geghard Kathedrale angelangt.

Kreuzstein

Detailansicht

Kloster Geghard

Kloster Geghard

Kloster Geghard

im Innern

im Innern

Der Raum mit der super Akustik

Kloster Geghard

Diese zu besuchen lohnt sich definitiv. Sie liegt am Ende des Tales / Schlucht. Das Innere ist dunkel, aber dafür gibt es verschiedene “versteckte” Höhlen. In einer zweiten Höhle waren zwei Männer und zwei Frauen am religiöse Lieder singen. Die Akkustik war äusserst imposant! Jeder Laut wurde unglaublich verstärkt. Ein Metalkonzert hier wäre toll!

Damit hat es sich aber eigentlich auch schon und so machte ich mich 45 Minuten später auf den Rückweg. Einer alten Frau kaufte ich am Strassenrand 1kg Zwetschgen für 200 Dram ab. Sie schenkte mir noch zwei Äpfel, die sich schliesslich jedoch als wurmstichig herausstellten. Dieses Mal musste ich weiterlaufen als zuvor, das die Minivans nur vom Dorfeingang aus zurückfahren. Um 14.40 Uhr fuhr endlich ein gelber Minivan los mit nur drei Passagieren drin. Unser Fahrer tuckerte wirklich im Schritttempo vorwärts und so erreichte ich erst um 15 Uhr die Kreuzung zum Garni Tempel.

Der Eintritt für den Tempel hat aufgeschlagen und kostet neu 1500 Lari. Gemäss Lonely Planet sollten es 1000 Lari sein. Auf dem Gelände gibt es abgesehen von dem etwas anderen Tempel nichts zu sehen. Es hat einen Kiosk am Eingang, sie haben bereits ein vertrocknendes Blumenbeet gepflanzt und sind derzeit dabei schöne Pflastersteine zu legen. Den Tempel selbst hat man in 5 Minuten gesehen. Dafür ist der Blick in die Umgebung sehr schön. Nichtsdestotrotz empfinde ich den Eintrittspreis als zu hoch verglichen mit allem anderen.

Blick auf die Umgebung

Garni Tempel

Garni Tempel

So stand ich um 15.30 Uhr bereits wieder an der Bushaltestelle, wo 15 Minuten später ein Minivan erschien. Ich hüpfte rein und setzte mich neben eine Frau, die auf dem Hinweg schon in meinem Minivan sass. Der Minivan füllte sich immer mehr und mehr. Irgendwann wollten noch drei Grosis rein, aber es kam schlichtweg keine Sitzplätze mehr. Ich war so nett und bot einer meinen Platz an. Nun musste ich blöd in der Mitte gekrümmt stehen. Ich hielt mich am Dachfenster fest, welches plötzlich zuklappte und mir den Finger einklemmte. Ich hoffe mein Karma dankt es mir irgendwann. Ich war irgendwann nach 17 Uhr wieder zurück im Hostel.

Hier stellte sich heraus, dass meine beiden deutschen Zimmergenossinnen die syrische Schwedin Nelly auch kennen. Mit ihr hatte ich fürs Abendessen abgemacht. So gingen wir dann zu viert in das sehr schick aussehende Restaurant “Lavash” essen. Ich bestellte mir einen Salat mit Auberginen für 1800 Dram, was sich jedoch als ölige gefüllte Auberginen herausstellte. Ich freute mich, nach der langen Durststrecke doch noch ein paar Leute kennen gelernt zu haben.

Restaurant Lavash

Restaurant Lavash

Restaurant Lavash

Restaurant Lavash

Tagestour mit Hyur Service nach Khor Virap, Noravank und Areni

Heute stand ich früh auf und ging in mein neues Hostel “Old Yerevan”, wo ich mein Gepäck zwischenlagern wollte. Ein iranischer Mann, der als Volunteer im Hostel arbeitet, begrüsste mich. Ich musste dann ein T-shirt unterschreiben, weil ich der erste Schweizer Gast bin. Ich plauderte noch etwas mit ihm, was sehr spannend war, da er ein Atheist ist und unbedingt weg aus dem Iran möchte. Nach meinen teils negativen Erlebnissen im Iran fand ich es schön, so einen modern denkenden Iraner kennen zu lernen.

Um 8.30 Uhr fand ich mich beim Büro Hyur Service ein, von wo aus meine gebuchte Tour stattfinden sollte. Ich war erstaunt zwei riesige Reisebusse zu sehen. Es stellte sich heraus, dass ich eine organisierte Tour für eher ältere Leute gebucht hatte, was ich mir gar nicht gewohnt bin. Immer ging es pünktlich los und eine Armenierin informierte uns Passagiere in Russisch und Englisch per Mikrofon. Leider war ihr Englisch nicht perfekt und ihre Infos teils ohne “Zusammenhang”, so dass ich das Ganze trotzdem nicht richtig verstand.

mein Ticket für die Tour

Liste fürs Mittagessen

Um 9.45 Uhr erreichten wir Khor Virap, wo bereits mehrere Reisebusse standen. Wir erhielten die Aufgabe, in einer Stunde wieder beim Bus zu sein. Uns wurden furztrockene Croissants und eine Flasche Wasser übergeben, während unsere junge Führerin bereits den Hügel hochhetzte. Oben angekommen chauffierte sie sich darüber, dass die einen so langsam seien. Statt dass sie bereits im Bus per Mikrofon durchgegeben hätte, was nun genau passiert und in welcher Sprache sie zuerst erklärt, machte sie dies erst oben, so dass es ein wenig chaotisch wird. Erst gesellte ich mich zu ihrer Erzählung hinzu, doch ich entschied nach ein paar Minuten mich abzuseilen und selber herumzulaufen.

Blick auf die Umgebung

Khor Virap

Khor Virap

Khor Virap

Blick auf Mt. Ararat (versteckt hinter den Wolken)

Um ehrlich zu sein: ein Riesengestress! Ich konnte es überhaupt nicht geniessen und ich ziehe in Erwägung, die andere Tour zum Lake Sevan und Dilijan sausen zu lassen, ich bin definitiv nicht der Typ für Reisegruppen! Während der Fahrt wurde noch die Liste fürs Mittagsmenü herumgegeben, das sich zwischen 3000-4500 Dram bewegte, aber alles mit Fleisch.

Khor Virap liegt vor dem Berg Ararat, der sich heute aber in Wolken und Dunst hüllte. Normalerweise sollte man die Schneedeckte Spitze sehen. In der Kirche selbst waren die Touristen wie blöd am fotografieren, laut reden und telefonieren. Ich bin alles andere als religiös, aber das fand ich doch etwas respektlos. Hinter der Kirche gibt es einen Hügel, von wo aus man auf das kleine Kirchengelände blicken kann, allerdings scheint zu dieser Tageszeit genau aus dieser Richtung die Sonne. Ich ging dann wieder hinunter und schaute mir noch etwas den Friedhof an. Auch wie in Georgien gibt es hier Fotos der Verstorbenen auf den Grabsteinen. Ich wollte die Kirche noch von Weitem fotografieren und ging deshalb auf ein Feld. Als ich im Gras eine tote Schlange entdeckte, kehrte ich aber schnell um.

Khor Virap

Khor Virap

Khor Virap

Friedhof bei Khor Virap

Friedhof bei Khor Virap

Friedhof bei Khor Virap

Einige Leute tauchten erst um 11 Uhr auf und die Führerin war wütend. Sie hatte uns extra informiert. Die Passagiere waren auch wütend und so gab es kurz eine Diskussion bis wir weiterfahren konnten. Die nächsten 1.5 Stunden fuhren wir im Süden von Armenien, im Grenzgebiet, entlang über Berge. Es sah sehr trocken und kahl aus und erinnerte mich ein wenig an den Iran.

Irgendwann erreichten wir das Weinanbaugebiet von Areni. Kurz danach bogen wir in eine Schlucht ein. An deren Ende auf einem Hügel befinden sich die beiden Kirchen von Noravank. Wir erhielten knapp 45 Minuten Zeit uns hier umzusehen. Dieser Stopp hatte sich definitiv gelohnt, auch wenn zehn Reisebusse Unmengen an Touristen (mehrheitlich 40+ Jahre) ausspuckten. Die Kirchen sehen für einmal ein bisschen anders aus. Die Hauptkirche hat auf der einen Seite eine sehr schmale Treppe, die nach oben führt, auch wenn dort nichts zu sehen ist. Definitiv ein Stopp wert!

Noravank

Noravank

Noravank

Noravank

leere Räume findet man häufig in armenischen Kirchen

Verzierung

Noravank

Verzierung

Noravank

voller Parkplatz bei Noravank

Im Bus freundete ich mich Nelly, einer jungen Frau aus Syrien, die aber schon seit Jahren in Schweden lebt, an. Gegen 13.30 Uhr erreichten wir den schicken Restaurantkomplex, der kleine “Bungalows” auf dem Wasser anbot. Zusammen mit einem anderen Typen wartete ich eine Stunde, dass die Mittagspause vorüber war. Ich hätte wohl irgendwie doch noch etwas Vegetarisches bestellen, doch es war mir schlicht zu mühsam.

traditionelles Brot backen

Um 15 Uhr ging es endlich weiter. Das Wetter hatte sich verschlechtert und auf der Fahrt nach Jermuk begann es sogar zu regnen. Jermuk liegt auf über 2000müM. Hier trafen wir um 16.30 Uhr und hatten bis 17.10 Uhr Zeit. Es leben nur gerade 5000 Einwohner hier, doch viele Gäste kommen, um die heissen Quellen des Ortes zu geniessen. Der Ort ist nichts Schönes und erinnerte mich wegen seiner vielen Betongebäude an eine verlassene sowjetische Stadt. Hier kommt auch das Mineralwasser Jermuk her. Aus verschiedenen Hähnen kann man hier Wasser von 30-52 Grad probieren. Hier war es äusserst kalt und mit meinen Flipflops and T-shirt fror ich ein bisschen. Ich erkundete mit Nelly die Umgebung, doch meiner Meinung nach ist es den Umweg nicht wert.

Jermuk

Um 18.30 Uhr erreichten wir Areni, wo wir einer halben Stunde eine Weindegustation von zehn verschiedenen Weinen und zusätzlich noch Wodkas durchführten. Dazu gab es salzigen armenischen Käse und kleine Stücke Fladenbrot. Es war unglaublich wie viele verschiedene Weine sie uns testen liessen. Ich muss allerdings sagen, dass mir der Grossteil der Weine nicht schmeckte. Die Fruchtweine waren allerdings sehr interessant: Saure Kirsche, Granatapfel, Aprikose, Brombeere und Himbeere. In der Schweiz hätte so was sicher schon so viel wie die Tour gekostet. Meine russische Nachbarin kaufte 1l Wein in der Plastikflasche für nur 1000 Dram.

Weindegustation in Areni

Um 19 Uhr ging es weiter, inzwischen war es bereits stockdunkel. Zwei Stunden später erreichten wir endlich Yerevan und ich buchte mir mangels Alternativen trotzdem noch die Tour nach Dilijan und Lake Sevan mit Hyur Service. Täglich um 9 Uhr findet das Wasserspiel inklusive Licht und Musik auf dem Republic Square statt, wofür ich aber gerade zu müde war.

Um ehrlich zu sein: der Umzug ins neue Hostel hat keine Verbesserung gebracht. So eine Enttäuschung! Alle vier leeren Betten sahen nicht gemacht resp. benutzt aus. Ich ging beim netten Iraner nachfragen. Der stellte das Gleiche fest und rief seine Chefin an. Allerdings erwähnte er gleichzeitig, dass Bettenmachen nicht zu seinen Aufgaben gehören würde und er auch nicht wisse wie. Ich war genervt und sagte ihm, er solle mir das Bettzeug einfach geben, damit ich es selber machen könne.

Ich hatte gehofft, hier mehr Leute kennen zu lernen, doch aus einer lauten Armenierin und einer Iranerin gab es nur zwei alte Deutsche, die mit dem Auto unterwegs waren und nicht den gleichen Plan hatten wie ich.

Tagesausflug nach Echmiazin und Zvartnots

Heute stand ich früh auf, weil ich einen Tagesausflug zu den Kathedralen von Zvartnots und Echmiazin machen wollte. Gemäss Lonely Planet sollten die Minivans hierfür ab dem grossen Busbahnhof im Süden fahren. Weil ich nicht wusste, welcher Bus dorthin fährt, ging ich die ca. 3km zu Fuss. Frühmorgens um 8 Uhr an einem Sonntag ist auf den Strassen nicht viel los. Es erstaunte mich jedoch fast 10 Jogger zu sehen.

Minivan Yerevan nach Echmiazin

Beim Busbahnhof angekommen hielt ich nach dem Minivan mit der Nummer 111 Ausschau, entdeckte aber gleich beim Eingang einen Minivan mit der Nummer 203, der jedoch auch auf Englisch mit Ejmiadzin angeschrieben war. Ich erkundigte mich bei einer Mitfahrerin, ob ich richtig bin. Sie bestätigte. Neuer Preis ist jedoch 250 Dram. Um halb 9 Uhr waren wir erst vier Passagiere. Von irgendwo her tauchten eine Viertelstunde später noch mehr Passagiere auf und so fuhren wir los.

Unsere Minivan tuckerte gemächlich der Hauptstrasse entlang und lud ab und zu Passagiere auf und ab. Knapp eine halbe Stunde später hatten wir mein Ziel erreicht (maps.me und der GPS-Funktion sei Dank) und ich hüpfte heraus.

Schild für Touristen

Echmiazin – leider mit Gerüst

Gebäude auf dem Echmiazin-Gelände

Gleich gegenüber befindet sich das grosse Geländer der Echmiazin Kirche. Natürlich wird diese leider derzeit restauriert und ich von einem hässlichen Gerüst bedeckt, was mich enttäuschte. Immerhin ist das Drumherum sehr schön mit Blumen gestaltet und wirkt ein bisschen wie ein schicker Park. Das Innere der Kirche ist voller farbiger Wandmalereien mit so hässlichen Engelsköpfen. Ich hatte mich jedoch nicht dafür ein Foto zu knipsen, da die Messe gerade zu Ende war und lauter Männer in schwarzen langen Mänteln herausliefen.

schöne Blumen um Echmiazin

Friedhof auf dem Gelände

Gebäude auf dem Echmiazin-Gelände

Gebäude auf dem Echmiazin-Gelände

Gebäude auf dem Echmiazin-Gelände

Das Gelände ist ziemlich gross und beherbergt verschiedene Gebäude. Wahrscheinlich wäre es spannender mit einem Führer. Ich machte mich jedoch zu Fuss bald schon weiter auf zur Kirche Saint Hripsime, die sich am Ortseingang befindet. Vor der Kirchenmauer waren etwa zwei oder drei grosse Touristenbusse. Mehr als bei der Hauptkirche. Diese Kirche fand ich viel hübscher als die andere, wohl weil sie kleiner war. Das Innere war relativ schlicht mit einigen Heiligenbildern. Irgendwo gab es noch einen versteckten Gang, der in eine kleine Kammer mit einem Sarg mit Marienbild drauf führte. Hier war ein Äthiopier kniend am Beten.

Saint Hripsime

Saint Hripsime

Saint Hripsime

Saint Hripsime

Saint Hripsime

Gemäss maps.me sollte es möglich sein, zu Fuss bis zur Zvartnots Kathedrale zu gelangen. War es auch, nur führte der Weg leider direkt an der Hauptstrasse entlang. Die Leute, die mich sahen, schauten mich verwundert an. Um ehrlich zu sein, war es auch keine so tolle Idee gewesen, da ich irgendwo noch über die Hauptstrasse rennen musste. Der Eintrittspreis ist neu massiv höher und kostet nun 1300 Dram, was meiner Meinung nach definitiv überrissen ist. Vom Eingangstor führt eine gerade Strasse mit einem völlig überwucherten Trottoir zu den Überresten der Kathedrale.

Auf dem Weg nach Zvartnots Kathedrale

Friedhof bei der Zvartnots Kathedrale

Ich hatte mich zu wenig informiert und nicht gewusst, dass es sich bloss um Ruinen handelt. Ausser ein paar Säulen und Wänden gab es nicht viel zu sehen. Und ich bin leider kein grosser Geschichtsfan, weshalb ich auch in nur 5 Minuten das kleine Museum durchquert hatte. Übrigens: Gleich daneben befindet sich ein Friedhof und es gäbe zwei Öffnungen, von wo aus man direkt auf das Gelände der Kathedrale käme, ohne zu bezahlen! Siehe Karte unten:

Wie man ohne Eintritt die Zvartnots Kathedrale betreten kann

Zvartnots Kathedrale

Zvartnots Kathedrale

Zvartnots Kathedrale

Zvartnots Kathedrale

Zvartnots Kathedrale

Zvartnots Kathedrale – wie sie eigentllich aussehen würde

Minivan von Zvartnots nach Yerevan

Nach meinem kurzen Besuch stellte ich mich vor dem Tor an den Strassenrand. Keine 5 Minuten später stoppte ein alter, klappriger gelber Bus. Dieser war knallvoll und wie viele andere musste ich stehen. Ein Wunder, dass der Bus noch fahren konnte. Das Ticket wäre wohl günstiger gewesen, denn auf einem ausgedruckten Zettel stand auf Armenisch 220 Dram von Yerevan nach Echmiazin. Ich erhielt dann aber trotzdem kein Rückgeld für meine 200 Dram.

Gegen 12.30 Uhr war ich bereits wieder zurück und verbrachte die nächsten Stunden wieder im Hostel. Mir war langweilig. Gegen 17 Uhr ging ich wieder nach draussen zum Restaurant “The Green Bean”, wo ich mir wieder die Pasta mit Pesto bestellte. Den Rest der Zeit verbrachte ich wieder im Hostel.