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	<title>Jeanine in Beijing &#187; Wetter</title>
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		<title>Zehnter Tag</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 13:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schanä</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Chinesisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Der heutige Tag stand ganz im Zeichen von Sich Nerven und Aufregen! Meine anfaengliche Begeisterung fuer China (siehe Auslandsemester) hat mittlerweile zu so was wie Depression gewechselt. Ich stand einigermassen frueh auf und genoss als Fruehstueck ein Omelette mit Bohnen, einem kleinen Salat (????) und einem Toastbrot mit Konfi und Butter. Anschliessend machte ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der heutige Tag stand ganz im Zeichen von Sich Nerven und Aufregen! Meine anfaengliche Begeisterung fuer China (siehe Auslandsemester) hat mittlerweile zu so was wie Depression gewechselt.</p>
<p>Ich stand einigermassen frueh auf und genoss als Fruehstueck ein Omelette mit Bohnen, einem kleinen Salat (????) und einem Toastbrot mit Konfi und Butter. Anschliessend machte ich mich auf den Weg zum Hauptbahnhof, wo ich natuerlich gleich mal den falschen Ausgang erwischte. Schlussendlich stand ich dann doch noch in der Tickethalle. Ein Angestellter half mir, meine Zugtickets nach Wuxi zu buchen, was auch nicht gerade einfach war. (siehe Erklaerung des chinesischen Zugsystems in frueheren Eintraegen) Fuer Qingdao gab es nur noch eine Auswahl, die mich 309 Yuan kostete, was ich ganz okay fand. Spaeter stellte sich dann allerdings heraus, dass ich ein Ticket ohne Sitzplatz ergattert hatte. Sehr angenehm bei einer Zugfahrt ueber 10 Stunden!</p>
<p>Als ich morgens das Hostel verlassen hatte, war es drueckend heiss und &#8220;tueppig&#8221;, weshalb ich etwas geschockt war, als ich aus der Expo-Station trat und mich stroemender Regen begruesste. Bei solchem Wetter macht das Herumlaufen und Pavillons bewundern natuerlich keinen Spass. Ich hielt mich mehrheitlich im Trocknen auf, wagte mich aber irgendwann doch noch ins Nasse und besuchte einige wenige, unbeliebte Pavillons, die schnell Zugang erlaubten. Schliesslich besuchte ich dann wieder den Schweizer Pavillon, doch die Sesselbahn blieb wegen des schlechten Wetters ausser Betrieb. Ich unterhielt mich deshalb etwas mit der anderen Tessinerin und durfte feststellen, die frech einige Chinesen oder generell Expo-Besucher sind. Einige Auslaender versuchten es mit &#8220;Wir sind Schweizer&#8221; durch den VIP-Eingang reinzukommen. Viele Chinesen kamen mit alten Leuten, mit jemandem im Rollstuhl oder mit kleinen Kindern angerannt, in der Hoffnung, so reingelassen zu werden. Mir wuerde die Arbeit dort wahrscheinlich nach einem Tag abloeschen, da die Leute immer wieder dasselbe fragen oder auf die gleiche Art und Weise versuchen reinzukommen.</p>
<p>Um 18 Uhr war ich dann wieder zurueck im Hostel, fuhr aber gleich wieder zum Hauptbahnhof, um mein Ticket von Wuxi nach Shanghai umzutauschen, da ich wohl sonst erst um Mitternacht in Shanghai sein wuerde. Ich stellte mich an den Umtausch-Schalter in die Warteschlange und erfuhr dabei von anderen wartenden Chinesen, dass mein Ticket nach Qingdao ohne Sitzplatz ist. Super. Mein Ticket nach Wuxi konnte ich umtauschen &#8211; meinen schlechten Chinesischkenntnissen sei dank &#8211; aber fuer Qingdao gibt es auch die naechsten Tage keine Tickets mehr. Ich muss mich also damit abfinden, dass ich in einem Zugabteil eingequetscht mit Chinesen, stehend 10 Stunden verbringen muss. Baeh.</p>
<p>Anschliessend fuhr ich noch in die Fuzhou Street, wo ich mir in einem kleinen Buecherladen das gefaelschte Buch &#8220;Marley and Me&#8221; kaufte. Die Auswahl war aeusserst klein, was anderes liess sich nicht finden.</p>
<p>All dies und das unfreundliche Verhalten einiger Chinesen hat mich heute sehr genervt und enttaeuscht, so dass ich jetzt etwas lustlos bin. Zudem versuche seit einer Stunde, wenigstens meine Mails abrufen zu koennen, aber auch das funktioniert nicht.</p>
<p>Ich habe heute die ultimative Anleitung zur Unterscheidung von Chinesen und Suedkoreanern erarbeitet: Sind die jungen Personen modisch top angezogen (fashionable) und schlank bis sehr duenn, dann handelt es sich mit 90% Sicherheit um Suedkoreaner. Sie sie etwas dicklicher, scheren sich nicht besonders um Mode und erscheinen etwas ungepflegter, dann handelt es sich wohl um Chinesen. Ich weiss, ist nicht gerade eine nette Einteilung, aber ich habe heute viele Leute gesehen, auf die das zutrifft.</p>
<p>Entschuldigung, meine Reiselust ist gerade an einem Tiefpunkt angelangt&#8230;</p>
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		<title>Neunter Tag</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 16:33:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schanä</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chinesisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Wieder nach einer kurzen Nacht, stand ich heute nach 7 Uhr auf und packte alles zusammen. Als ich meine dreckigen Kleider am Dienstag abgegeben hatte, erhielt ich mein Badetuch nicht zurueck (war Jun auch passiert) und zudem war das Buero erst um 9 Uhr geoeffnet, was ich etwas muehsam fand. Gluecklicherweise fand ich per Zufall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder nach einer kurzen Nacht, stand ich heute nach 7 Uhr auf und packte alles zusammen. Als ich meine dreckigen Kleider am Dienstag abgegeben hatte, erhielt ich mein Badetuch nicht zurueck (war Jun auch passiert) und zudem war das Buero erst um 9 Uhr geoeffnet, was ich etwas muehsam fand. Gluecklicherweise fand ich per Zufall mein Badetuch auf einem Kleiderstaender zum Trocknen vor der geschlossenen Rezeption. Daraufhin ging ich noch bei Dunkin&#8217; Donuts Waffeln einkaufen und Geld abheben. Um meinen Flug auch sicher nicht zu verpassen, liessen ich das Checking-Out einfach sein, da es sowieso nichts zu uebergeben gab.</p>
<p>Ich verabschiedete mich von Jun, mit dem ich mich sehr gut verstanden habe. Um 9 Uhr sass ich endlich in Bus #6002 auf dem Weg zum Incheon Flughafen. Auf der Fahrt musste ich erkennen, dass mir mein Aufenthalt in Seoul riesig gefallen hat und ich am liebsten gar nicht weg wollte. Zum einen hatte ich jeden Tag Neues und Spannendes erlebt und zum anderen ganz nette Leute, wie Jun und Euan kennen gelernt. Ich finde es toll, neue Leute kennen zu lernen und ein Stueck des Lebens zu teilen auch wenn man sich vielleicht nie mehr sehen wird. Jetzt bin ich schon wieder etwas traurig wenn ich darueber nachdenke.</p>
<p>Am Flughafen angekommen, durfte ich erstmal den Check-In bei Korean Air hinter mich bringen und huschte dann flugs zum Postamt,  um meine Postkarten aufzugeben. Ich war erstaunt, dass die Briefmarken nur 350 Won (ca. 35 Rappen) kosteten. Nach der Sicherheitskontrolle war ich dann auch schon beim Gate am Warten. Der 1.5h Flug verlief gut und rasch. Erstaunt hat mich, dass auf dieser Kurzstrecke auch ein richtiges Menu serviert wurde. Da es allerdings mit Seafood war, musste ich darauf verzichten. Ich war ausser zwei Maennern die offentlich einzige Westliche.</p>
<p>Die Ankunft in Shanghai war schon fast wie ein Kulturschock. Ploetzlich verstand ich wieder einiges. Nach dem ueblichen Prozedere suchte ich mir den Shuttle Bus, der mich zum Hongkou Football Stadium brachte. Waehrend dieser mehr als 2-stuendigen Fahrt in die Innenstadt Shanghais, musste ich feststellen, dass extrem viel Smog ueber der Stadt hing. Shanghai besteht zudem in den Aussenquartieren aus kleinen Haeuschen, die man fast in Italien finden koennte, aber die dazwischen hochhinaus ragenden Wolkenkratzer, das fehlende Gruen und der Smog machen diesen Eindruck sofort zunichte.</p>
<p>Mein gebuchtes Hostel &#8211; Shanghai Koala Garden Hostel &#8211; zu finden war einfach, denn ich konnte mich mit meinem Chinesisch gut durchschlagen. Nachdem ich mein Dorm inspiziert (ein Mini-Zimmer im Vergleich zu meinen Hostels in Seoul) und meine Sachen ausgepackt hatte, wollte ich an die Expo gehen. Ueberall in der Stadt verteilt gibt es Infostaende, die von Chinesen bedient werden. Halb Englisch, halb Chinesisch habe ich eine Karte erhalten und erfahren, wo ich Eintrittskarten kaufen kann &#8211; in einem &#8220;Kiosk&#8221;. Ich frage mich ja, wie das Leute, die kein Chinesisch koennen, machen sollen, denn die Verkaeuferinnen schienen kein Englisch zu sprechen.</p>
<p>Mit der U-Bahn fuhr ich dann zum Expo-Gelaende, wo ich eine voellig uebertriebene Kontrolle hinter mich bringen musste: ich musste mir von meinem Pomadenstift an die Lippen schmieren, um zu beweisen, dass es nichts toedliches ist&#8230;?! Als ich dann hinaustrat und zum ersten Mal das Gelaende sah, war ich geschockt: es ist riesig und deckt sicher mehrere dutzend Kilometer! Das Thema der Expo, an der jedes Land einen Pavillon hat, dreht sich um Umweltschutz, weshalb beispielsweise auch umweltfreundliche Busse verkehren &#8211; &#8220;Better City, Better Life!&#8221;</p>
<p>Die folgenden Stunden bis abends um 21 Uhr verbrachte ich damit, mir die meisten Pavillons von aussen anzusehen, da mich die langen Warteschlangen abschreckten. Einige wenige Pavillons habe ich aber doch besucht: den der chinesischen Provinzen, den Schweizer, den Neuseelaendischen, den Tuerkischen und den Ukranischen. Bei den meisten hatte ich aber irgendwie das Gefuehl, dass sie von aussen viel bewundernswerter sind als von innen. Bei den chinesischen Provinzen wurden Dinge ausgestellt, die ich jetzt nicht gezeigt haette oder ich hatte was anderes erwartet.</p>
<p>Wie evtl. bekannt ist, ist der Schweizer Pavillon einer der beliebtesten an der Expo, dies aufgrund der Sesselbahn, die es in dem Pavillon gibt. Darum ist die Warteschlange dort noch einmal laenger und ich hatte ehrlich gesagt keine Lust, in dieser Hitze irgendwie 2-4h auf den Einlass zu warten. Bei allen Pavillons gibt es aber noch einen restricted Eingang, der fuer Leute mit Rollstuhl (etc.) und VIPs vorgesehen ist. Ich drueckte mich dort beim Eingang herum und erblickte Securitas, die verdaechtig nach Schweizern aussahen. Ich quatschte den einen auf Schweizerdeutsch an &#8211; und siehe da, ich wurde reingelassen, einfach so. Ist fuer alle Schweizer so.</p>
<p>Der Schweizer Pavillon ist wie eine Wendeltreppe aufgebaut wo es alle 3m ein Fernrohr hat, wo man ein Bild sieht (bspw. Loetschbergtunnel, SBB), das etwas mit dem Umweltschutz und der Schweiz zu tun hat. Leider war die Sesselbahn aber heute nicht funktionsfaehig, weshalb ich dies auslassen musste. Es gibt auch noch ein Panorama-Video der Alpen und verschiedene Bekanntheiten (unter anderem Camly Rey), die ueber die Schweiz sprechen. Zum Schluss wollte ich mir noch den Souvenirshop ansehen, wo ich ein Maedchen, das draussen &#8220;Wache&#8221; hielt, anquatschte. Sie war Tessinerin und es stellte sich heraus, dass sie doch tatsaechlich vor zwei Jahren an derselben Uni wie ich in Beijing fuer ein Jahr studiert hat. Unglaublicher Zufall.</p>
<p>In praktisch jeden Pavillon gibt es auch ein dazugehoeriges Restaurant, wo man fuer ziemlich viel Geld, die Speisen des Landes essen kann. Zudem kann man sich (die Chinesen sind verrueckt danach) so ein Pass-Buechlein (sieht aus wie ein Pass) kaufen, in das man sich dann in jedem Pavillon ein Stempel reinmachen lassen kann.</p>
<p>Nach den paar Stunden in der Hitze rumlaufen, war ich natuerlich muede und meine Fuesse taten mir weh, weshalb ich mich auf den Heimweg machte. Zuerst machte ich aber noch einen Zwischenstopp am Bahnhof, weil ich meine Zugtickets kaufen wollte, was aber nicht ging, da die Selbstbedienungsautomaten fuer Zugticket in ganz China bereits geschlossen waren.</p>
<p>Es ist uebrigens ganz komisch; in Seoul sind die Leute sehr &#8220;fashionable&#8221;, laufen chic herum und sehen meistens gut aus, zumindest im Vergleich zu den Chinesen, die irgendwie etwas dreckiger, unhygienischer, aermer und schlecht gekleidet aussehen. Zudem mag ich die Haltung der Suedkoreaner, dass Respekt gegenueber Aelteren und anderen generell wichtig ist; in China sobald die Subway-Tueren aufgehen,draengt jeder rein, ohne Ruecksicht auf andere &#8211; ab und zu wird zwar Aelteren Leuten der eigene Platz angeboten, aber haeufig geht es nach dem Prinzip: &#8220;Wer zuerst kommt, der hat&#8221;. In Seoul habe ich eine Warteschlange fuer den Bus beobachtet: Die Leute haben eine wunderbare Schlange gebildet wie aus dem Bilderbuch. Fazit: Chinesen sind etwas &#8220;more rude&#8221;.</p>
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		<title>vierter Tag</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 13:55:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schanä</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch dieser Tag war eigentlich gedacht, alleine zu verbringen. Doch es kommt immer anders als man denkt. Zuerst einmal verschlief ich, da ich aus Versehen den Wecker meines Handys mit Schweizer-Zeit gestellt hatte und nicht jenes, das ich umgeschaltet hatte. Und zweitens fand der Hostelbesitzer, dass ich doch mit Scott, einem Briten, mitgehen koennte, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch dieser Tag war eigentlich gedacht, alleine zu verbringen. Doch es kommt immer anders als man denkt. Zuerst einmal verschlief ich, da ich aus Versehen den Wecker meines Handys mit Schweizer-Zeit gestellt hatte und nicht jenes, das ich umgeschaltet hatte. Und zweitens fand der Hostelbesitzer, dass ich doch mit Scott, einem Briten, mitgehen koennte, da auch ich noch nicht den Namdaemun Market und den Namsan Tower besucht hatte.</p>
<p>So besuchten Scott, der auf dem Weg ist, ein Officer in der UK-Army zu werden, also den Namdaemun Market, der riesig ist. Dort kann man sich sehr gut verlaufen. Alles was man sucht oder auch nicht sucht, findet man dort. In unterirdischen Labyrinths voller Marktstaende und openair. Ein interessanter Ort zum Shoppen. Doch uns zog es weiter, weshalb wir uns auf die Suche nach dem Namsan Tower machten. Im Namsan Park angekommen beschlossen wir aber aufgrund der enormen Hitze aufs Hochlaufen zu verzichten und nahmen deshalb die etwas weiter entfernte Gondelbahn, die uns hochfuhr. Dort kauften wir uns fuer 8 CHF ein Ticket fuer den Tower, wo wir auf 356 Meter, wenn ich mich nicht irre, Ausblick auf Seoul hatten.</p>
<p>Eine riesige Stadt, getrennt einzig durch den durchquerenden breiten, von den Seoulern geliebten Han-River. Interessant fand ich, dass es rund um den Namsan Tower sehr gruen war (also der Park) und sich von da aus hauptsaechlich tiefgeschossige Gebaeude erstreckten. Erst in der Naehe des Han Rivers und auf der anderen Seite waren massenhaft Hochhaeuser zu sehen. Auch hier natuerlich mit Smog versehen.</p>
<p>Nach bei dieser Hitze anstrengenden Ausflug, fuhren wir mit der Subway zurueck zum Hostel. Spaeter abends ging ich noch die Gegend um die Hongik Universitaet erkunden, wo es auch wieder sehr viele Cafes hatte und kleine Geschaefte, die zum Bummeln einluden. Enorm viele Studenten (eigentlich nur junge Leute) waren unterwegs und scheinen so ihre Freizeit zu verbringen. Den Rest des Abends verbrachte ich dann im Hostel.</p>
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		<title>dritter Tag</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 13:39:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schanä</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie mir Hana erst gestern mitgeteilt hatte, fuhr sie heute fuer 4 Tage mit ihrer Familie in die Ferien aufs Land. Somit war ich auf mich alleine gestellt, was aber nicht weiter ein Problem war. Ich mag es zwar nicht besonders, in einem Land zu sein, dessen Sprache ich nicht spreche, aber in Suedkorea &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie mir Hana erst gestern mitgeteilt hatte, fuhr sie heute fuer 4 Tage mit ihrer Familie in die Ferien aufs Land. Somit war ich auf mich alleine gestellt, was aber nicht weiter ein Problem war. Ich mag es zwar nicht besonders, in einem Land zu sein, dessen Sprache ich nicht spreche, aber in Suedkorea &#8211; oder zumindest Seoul &#8211; funktioniert das gut, weil fast alles in Englisch angeschrieben ist und man sich zur Not auch noch mit Handzeichen behelfen kann.</p>
<p>Gemaess dem netten Hostelbesitzer machte ich mich also auf den Weg, den Gyeongbokgung-Palast anzuschauen. Die Palastanlage erinnerte mich sehr an die Verbotene Stadt in Beijing, da es unzaehlige Tore und Haeuser im aehnlichen Stil hatte. Ein Unterschied war aber, dass beispielsweise die Raeume der Konkubinen sich etwa 500m weiter weg befanden. Das ganze war in einer netten gruenen Anlage gehalten, was etwas realer wirkte, als die chinesische Vorstellung von Natur. Hier traf ich zum ersten Mal auf andere Touristen, denn in Seoul begegnet man Auslaendern eigentlich nur selten. Zwischendurch begann es kurz fuenf Minuten zu regnen, doch es wurde nicht wie ich gehofft hatte etwas kuehler, sondern noch heisser und Regenwald-maessiger. Dies ist sehr muehsam, denn sobald man geduscht hat und man wieder rausgeht, ist man wieder nass.</p>
<p>Nach etwas Sightseeing und da mich Tempel nicht mehr so stark beeindrucken wie zu Beginn in China, verliess ich die Anlage nach einer Weile und folgte dem Weg, der mir der Hostelbesitzer empfohlen hatte. Er fuehrte mich durch schmale Strassen mit lauter Cafes. Dort liess ich mich in einem &#8220;Waffles and Coffee&#8221;-Shop nieder, in der Hoffnung auf ein Mittagessen, doch die hohen Preise widerstrebten mir und so bestellte ich mir schliesslich nur einen 0.5l &#8220;Peach Bubble&#8221; fuer 5 CHF. Die Waffeln haetten 8 CHF und mehr gekostet. Als Veggie ist es sehr schwierig in Suedkorea etwas essen zu finden, was ich aber vorher gewusst habe, weshalb ich mich nun meist von einem ausgiebigen Fruehstueck im Hostel, einigen Migros-Crackern und irgendwelchen Getraenken ernaehre. Dies funktioniert gut, da ich bei der Hitze so oder so nicht viel essen koennte.</p>
<p>Etwas gestaerkt ging ich weiter, da ich mir die Hanok Village (alte traditionelle Gebaeude) anschauen wollte, von wo aus ich mich zu einer bekannten Touristenstrasse bewegte, die ich mit Hana auch schon bei Nacht besucht hatte. Dort musste ich vor laufender Kamera kurz koreanischen Studenten ein Interview bezueglich Bekanntmachung von Millionenhohenloehnen und Handys im Schulzimmer geben. Zudem wurde ich dort auch von mir unbekannten Personen fotografiert oder von schuechternen Maedchen gefragt, woher ich komme, nur um dann gleich wieder abhauen. Und dies, obwohl dort das Souvenir-Paradies fuer Touristen ist und sich dementsprechend viele Auslaender dort befinden.</p>
<p>Da der Akku meiner Kamera leer war, machte ich mich um 16 Uhr auf den Weg nach Hause. Nach einer Dusche setzte ich mich dann auf die Dachterrasse und las etwas. Ein Kanadier, einer meiner drei maennlichen Roommates (ich bin in einem 4er mixed dorm), gesellte sich dann zu mir und wir unterhielten uns. Die Gaeste hier im Hostel sind alle sehr nett und ich verstehe mich mit allen sehr gut. Auch der Hostelbesitzer Young, ist ein sehr netter Koreaner, der zu seinen Gaesten und seinem Hostel schaut. Ich und andere erhielten sogar gratis eine Melonen-Glace von ihm!</p>
<p>Nach 10 Uhr machte ich mich dann auf den Weg, eine gratis Show auf dem Seoul Plaza zu besuchen. Derzeit scheinen verschiedene Gruppen (Musiker etc.) ihr Koennen auf dieser Buehne vorzustellen, Openair. Ich hatte beschlossen dorthin zu gehen, weil die heutige Gruppe Taekwondo und Percussion zu machen schien. Als ich eintraf, hatte die Show bereits begonnen. Es wurden einem sogar so weiche Schaumstoffquadrate bereitgestellt, damit man sich nicht direkt auf den Rasen setzen musste. Die Show war grossartig; Junge im Alter von 15-25 Jahren (schwierig zu schaetzen) zeigten ihr Koennen: eine Taekwondo-Gruppe vollfuehrte Kaempfe und zerbrachen mit erstaunenswerten Spruengen in der Luft Aepfel, der Gruppenfuehrer bediente koreanische Trommeln, was auch einfach &#8220;awesome&#8221; war, eine weitere Gruppe Jungen zeigte Breakdance und Bewegungen a la Moonwalk und zu guter Letzt gab es noch drei Frauen, die schoen angezogen waren und mit Faechern rumtanzten. Eine sehr gelungene 1.5h dauernde Show, die mir sehr gefallen hatte.</p>
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		<title>zweiter Tag</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 12:44:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schanä</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am zweiten Tag, einigermassen ausgeschlafen und dank am vorherigen Tag Durchstehen bis um Mitternacht, ohne Jetlag, traf ich mich mit Hana um 9:30 Uhr vor der U-Bahn-Station Hongik University. Gemeinsam fuhren wir dann an irgendeinen interessanten Ort, wo es scheinbar guenstig Kleider zu kaufen gaebe. Dies im Untergrund im Subway-Bereich. Es gab unzaehlige kleine Geschaefte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am zweiten Tag, einigermassen ausgeschlafen und dank am vorherigen Tag Durchstehen bis um Mitternacht, ohne Jetlag, traf ich mich mit Hana um 9:30 Uhr vor der U-Bahn-Station Hongik University. Gemeinsam fuhren wir dann an irgendeinen interessanten Ort, wo es scheinbar guenstig Kleider zu kaufen gaebe. Dies im Untergrund im Subway-Bereich. Es gab unzaehlige kleine Geschaefte, die mit Ausverkauf ihre Kleider, Schuhe etc. feilboten, meist um die 10 CHF. Da es aber nicht mein Stil war, liess ich es mit shoppen sein.</p>
<p>So verging die Zeit wie im Fluge und wir spazierten weiter an einen Ort, den mir Hana unbedingt zeigen wollte, da dort scheinbar nur reiche Toechter rumstolzieren wuerden, die meisten davon haetten schon eine Schoenheitsoperation hinter sich. Zuerst aber gingen wir in ein Restaurant noch etwas essen; kalte Nudeln an einer Reis-Sosse. Es schmeckte besser, als man sich das nun vielleicht vorstellt. Dieser Ort, den mir Hana so angepriesen hatte, stellte sich als Strasse mit kleinen, aber toll dekorierten Kleiderlaeden heraus,in denen sich die Preise allerdings um die 40-80 CHF bewegten.</p>
<p>Um 16 Uhr hatte Hana mit ihren Studienkollegen abgemacht, weshalb mit der Subway zurueckfuhren, wo ich bei der Ewah Women University ausstieg. Um 20 Uhr sollte ich mich erst wieder mit ihr in Sincheon treffen. Die Gegend um diese Universitaet stellte sich aber als sehr spannend heraus, es gab viele kleine Geschaefte und Cafes. Als es mir zu heiss war (es ist hier in Seoul sehr &#8220;tueppig&#8221;), liess ich mich in einem Starbucks nieder und genoss bei einer extrem heissen Schokolade die Aussicht auf die Strasse. Ich liebe Korean-Watching, eine sehr unterhaltsames Hobby.</p>
<p>Um die abgemachte Uhrzeit traf ich mich dann wieder mit Hana und ihrem Freund. Es ging zum Norebang, resp. Karaoke-Singen. Man bezahlt 15 CHF, kriegt einen kleinen Raum mit zwei Mikros, zwei Song-Telefonbuechern und zwei &#8220;Rasseln&#8221; (zur Unterstuetzung des Saengers) und los geht&#8217;s. Besonders lustig finde ich, dass die Koreaner diesem Hobby mit Vorliebe froenen, bei uns wuerde man sich zieren und es waere einem auesserst peinlich, aber Hanas Freund, der sang mit voller Inbrust und es gab mehr ein Gerangel, wer denn nun singen darf als wer singen soll. Das Song-Handbuch war netterweise mit ca. 15 Seiten englischen Songs gut ausgeruestet und so konnte auch ich singen. Im Gegensatz zum Game &#8220;Singstar&#8221; gibt es nur die Musik und den Text, die Melodie muss man kennen, was es echt schwierig macht. Wir hatten aber eine Menge Spass und nach ca. 1.5h verliessen wir den Club auch bereits wieder und ich fuhr zum Guesthouse zurueck.</p>
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		<title>Seoul 서울</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 08:16:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schanä</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine neue Aera der Asien-Entdeckung hat begonnen. Ziemlich spontan habe ich mich dazu entschieden, meine Sommerferien in Seoul und anschliessend in China zu verbringen. Es ist immer gut, wenn man Einheimische kennt &#8211; Hana, eine Suedkoreanerin, die ich in Beijing kennen gelernt habe, hat mich eingeladen/ueberstimmt. Mit der Emirates flog ich am 6. Juli um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine neue Aera der Asien-Entdeckung hat begonnen. Ziemlich spontan habe ich mich dazu entschieden, meine Sommerferien in Seoul und anschliessend in China zu verbringen. Es ist immer gut, wenn man Einheimische kennt &#8211; Hana, eine Suedkoreanerin, die ich in Beijing kennen gelernt habe, hat mich eingeladen/ueberstimmt.</p>
<p>Mit der Emirates flog ich am 6. Juli um 15:35 Uhr von Zuerich via Dubai nach Incheon. Es war ein eher unangenehmer und langer Flug. Auf dem Weg nach Dubai sass ich in einer kleinen Maschine neben einem Mann, der gebrochenes Schweizerdeutsch sprach und nach Sri Lanka wollte &amp; neben einem Inder, der in der Schweiz arbeitet und lebt. Mit Letzterem entstand beim Verlassen des Flugzeuges in Dubai ein Gespraech. Zusammen durchquerten wir dann den Flughafen, die Sicherheitkontrolle und er begleitete mich zu meinem Gate, wo ich bis um 3 Uhr auf meinen Weiterflug warten musste. Am Flughafen in Dubai arbeiten uebrigens ganz viele verschiedene Nationalitaeten, aber vermutlich nur wenige Einheimische. Mich nerven die verschiedenen Sicherheitsbestimmungen etwas; in Dubai musste ich meine Tasche geschlossen in das Koerbchen legen, in Zuerich hingegen muessen die elektronischen Geraete und die Fluessigkeiten separat hingelegt werden.</p>
<p>Den Weiterflug nach Seoul durfte ich in der Maschine A380 verbringen, welche zwei Etagen hat (scheinbar mit Dusche fuer First Class-Kunden) und einfach riesig ist. Meiner Meinung nach ist Emirates aber nicht so eine gute Airline, wie sie immer gelobt wird. Das Essen fand ich langweilig und nicht gerade ideenreich, die Stewardessen brauchten endlos lange, bis sie endlich die leeren Tablets abholen kamen etc. Sehr positiv hingegen sind die vielen Filme, die man sich anschauen kann. Auf einer solch langen Strecke natuerlich wichtig. Ich sass zwischen einem nicht Englisch sprechenden Koreaner und einem fetten Araber (?), der beim Schlafen noch die Haelfte meines Sitzes mitnutzte, was mich ganz schoen nervte.</p>
<p>In Incheon (Flughafen etwas ausserhalb von Seoul) musste ich erst mal eine Passkontrolle ueber mich ergehen lassen, wobei mich der Typ nicht weiterlassen wollte, bis ich angegeben hatte, wo ich genau wohnen werde. Gluecklicherweise hatte ich die Telefonnummer meines Hostels dabei. Wahrscheinlich ist dies darum so, weil man als Schweizer fuer Suedkorea kein Visa benoetigt. Hier lernte ich den drei Jahre aelteren Ahmed aus Uganda kennen, der mich dann bis zum Baggage Claim begleitete.</p>
<p>Nach gut einer Stunde konnte ich dann endlich durch den Zoll schreiten, wo mir Hana schreiend in die Arme fiel. Es war etwas komisch, sie nach so langer Zeit wieder zu sehen, aber ich war froh, dass sie da war, denn diese unbekannt aussehenden koreanischen Schriftzeichen haetten mich doch etwas verwirrt. Auf uns wartete draussen wunderschoenes Wetter. Mit dem Airport Bus ging es dann nach Seoul. Auf dem Weg dorthin fielen mir bereits die ersten Unterschiede zu China auf: es ist viel gruener und es gibt nicht nur Hochhaeuser, sondern etwas 40% davon sind kleinere 3steockige Haeuser.</p>
<p>In der Innenstadt angekommen machten wir uns auf die Suche nach meinem Hostel (Seoulwise), welches sich gleich in der Naehe der Subwaystation Hongik University befindet. Das Hostel ist wirklich fabelhaft. Ich bin im mixed dorm, wo derzeit nur Maenner sind. Es ist auesserst sauber und wir haben ein eigenes Bad und Dusche. Zudem gibt es jeden Morgen gratis Fruehstueck und ich erhielt eine Subwaykarte zur Benuetzung ausgeliehen. Man wird also vollumfaenglich bedient. Auch der Besitzer ist sehr freundlich und hilfsbereit. Etwas, das ich allerdings immer wieder vergesse zu tun, ist, meine Schuhe gleich am Eingang jedes Zimmers auszuziehen. Ich finde diesen Brauch etwas muehsam und bin ehrlich gesagt froh, dass ich nicht im Winter hierhergekommen bin, sonst waere es naemlich noch umso umstaendlicher.</p>
<p>Nach einer kurzen Dusche und etwas Auspacken, ging&#8217;s dann auch schon in die Innenstadt mit Hana. Mittlerweile war es schon ungefaehr 19 Uhr, weshalb wir uns auf den Weg zu einem Markt machten, wo nur alte Leute sind. Dort assen wir in einem extrem dicht gedraengten Restaurant Pancakes aus Gemuese, im Oel gebraten. Dazu gab es natuerlich gratis Kimchi (DAS koreanische Nationalgericht) und Wasser. Die Pancakes, die eine traditionsreiche Speise sein sollen, schmeckten gut, trotz des vielen Oels. Mit Kimchi kann ich hingegen weniger anfangen, da dieses eingelegte Gemuese in scharfer Sosse serviert wird.</p>
<p>Nach dem Essen liefen wir durch die Stadt, da ich Hana bloss zu folgen brauchte, kann ich mich auch ueberhaupt nicht mehr an die Namen der Orte erinnern. Irgendwann gelangten wir dann zu einer beruehmten Strasse mit vielen Souvenir-Shops, die aufgrund der Dunkelheit aber schon langsam zu schliessen begannen. Aus diesem Grund fuhren wir dann mit der U-Bahn zu einem riesigen Platz, wo wichtige Statuen sind und einige wichtige Zeitungs- und TV-Firmengebaeude. Von dort aus gingen wir weiter zum kuenstlichen Fluesschen, das er jetztige Praesident &#8211; wenn ich es richtig in Erinnerung habe &#8211; erbauen liess. Es war sehr angenehm und schoen dort, trotz des durch den Beton eingerahmten Flusses. Als wir dort entlang liefen gab es an einer Stelle noch so ein Licht- und Musikspiel ueber dem Wasser.</p>
<p>Weil wir uns ausfuehrlich unterhielten, vergassen wir die Zeit, und so war es dann schon fast Mitternacht, als ich mit Hana, die mich begleiten wollte, beim Guesthouse ankam. Ein spannender und interessanter erster Tag.</p>
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		<title>Beijing</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 13:26:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schanä</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfang folgt&#8230; Am Tag vor meiner Abreise stand noch der Besuch des Künstlerviertels 798 auf dem Programm, von dem wir zwar nicht wussten, ob es überhaupt geöffnet sein wird. Nach einem leckeren &#8220;Swiss Breakfast&#8221; schnappten wir uns an der Hauptstrasse in der Nähe unseres Hostels ein Taxi und liessen uns hinfahren. Wiedereinmal übernahm ich &#8220;die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang folgt&#8230;</p>
<p>Am Tag vor meiner Abreise stand noch der Besuch des Künstlerviertels 798 auf dem Programm, von dem wir zwar nicht wussten, ob es überhaupt geöffnet sein wird. Nach einem leckeren &#8220;Swiss Breakfast&#8221; schnappten wir uns an der Hauptstrasse in der Nähe unseres Hostels ein Taxi und liessen uns hinfahren. Wiedereinmal übernahm ich &#8220;die Führung&#8221;, was heisst, dass ich dem Taxifahrer sagte wo wir hinwollen und mich dann auf den Beifahrersitz setzte, da dort immer jene Person sitzt, die die Richtungsangaben durchgibt. Zuverlässig wie eigentlich alle Taxifahrer in Beijing sind, erreichten wir nach ca. einer halben Stunde unser Ziel, wobei unser Fahrer auf dem Airport Expressway ordentlich Gas gegeben hatte.</p>
<p>Das Künstlerviertel 798 war ziemlich ausgestorben, was eigentlich auch zu erwarten war. Abgesehen von den verschiedenen Statuen und anderen Kunstwerken, die sich 365 Tage im Jahr draussen befinden, hatten nur wenige Gallerien geöffnet, was doch etwas schade war, da diese ja auch sehr interessant sind. Immerhin war es recht warm, was es um einiges angenehmer machte dort herumzuspazieren als ich mit Hana dort war. Nach einer Weile setzten wir uns in ein Café, wo wir die einzigen Gäste waren und ein für China teures warmes Getränk genossen.</p>
<p>Nach 12 Uhr schnappten wir uns das erstbeste Taxi und liessen uns nach Sanlitun zum Yashow Market fahren, wo ich noch einige letzte Besorgungen erledigen wollte. Dort sah es aus wie sonst auch; eine kaufwütige Schar Touristen, aber etwas weniger motivierte Verkäuferinnen. Gerade als wir mit der Rolltreppe nach oben fuhren, begegneten wir Vince, der mir zuvor geschrieben hatte, er verbringe den Tag mit Packen. Es stellte sich dann heraus, dass er unter Packen eben auch noch einkaufen verstand, da er noch freie Kilos zur Verfügung hatte. Die nächsten paar Stunden bis Ladenschluss um 16 Uhr verbrachte ich dann damit, mir diverse Dinge einzukaufen und unter anderem um gefälschte Converse-Schuhe zu fighten, wobei meine Ausbeute nicht so gross ausfiel wie ich erwartet hatte. Zum Abschluss beschlossen wir dann, noch in einen der unzähligen DVD-Shops zu gehen, wo wir uns natürlich mit einem Haufen DVDs eindeckten.</p>
<p>Bevor wir nach 17 Uhr mit der U-Bahn zum Hostel zurückfuhren, genehmigte ich mir bei &#8220;Dairy Queen&#8221; noch einen letzten &#8220;Mango Passion&#8221;, da man sich solche Drinks wie Smoothies etc. in der Schweiz sowieso nicht mehr leisten kann. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostel fuhren wir dann mit der U-Bahn zur Chuanmei Daxue-Station, von wo aus wir uns eine Motorradrikscha schnappten und damit zum Nordtor meiner Uni fuhren, wo bereits eine Menge Leute auf uns warteten.</p>
<p>Um 19 Uhr hatte ich nämlich mit einigen zu einem Abschiedsessen abgemacht. Gekommen waren: Iva, Karleen, Ronald, Benjamin, Biniam und Lucia aus meiner Tourismusklasse, Sotaro, Sara und Isabel und zu einem späteren Zeitpunkt noch Vince. Wie zu erwarten war, hatten alle uns bekannten Restaurants geschlossen aufgrund des Spring Festivals. Auf dem Weg zurück zur Chuanmeidaxue wurden wir dann schliesslich doch noch fündig. Eigentlich schade, dass ich das Restaurant nicht schon vorher entdeckt habe, denn das Essen schmeckte auch sehr gut. Extra für uns wurden natürlich einige Tische zusammengestossen. Es bestellte im Grossen und Ganzen aber doch jeder, was er mochte; bei mir waren es zwei Teller mit gebratenen leckeren Bananen, zwei gesüsste gebratene Toastbrote und Nudeln mit Gemüse, was wiedermal sehr wenig kostete. Mein letztes richtig chinesisches Essen.</p>
<p>Anschliessend verabschiedeten wir uns von Lucia und liefen alle auf die gegenüberliegende Strassenseite, wozu wir eine Fussgängerbrücke überquerten, die allerdings abgeschlossen war, so dass wir übers Geländer steigen mussten. Dort befand sich dann die &#8220;Lele Bar&#8221;, die ich auch gerne früher kennen gelernt hätte. Ein gemütlich eingerichteter Raum mit einer kleinen Bar, dazu ein Tischfussballtisch und ein Billardtisch. Wie zu erwarten waren wir die einzigen Gäste, weshalb es mich erstaunt, dass es überhaupt offen hatte.</p>
<p>Während einige sich ein Bier genehmigten und dazu Geschichten austauschten, lieferte ich mir mit Biniam, Ronald und Karleen eine Runde Tischfussball, was sehr lustig war. Als ich schliesslich mit einigem Vorsprung in einer Einzelpartie gegen Biniam gewann, wollte Vince auch unbedingt gegen mich spielen, verlor dann aber, was ihn sehr wurmte. Es war ein grossartiger Abend und ein schöner Abschluss meines Aufenthaltes, auch wenn ich es traurig fand als ich mich schliesslich von allen verabschieden musste.</p>
<p>Sotaro, ein wirklich lustiger und lieber Japaner und gleichzeitig Vinces Mitbewohner, begleitete uns dann noch runter zur Strasse. Etwas erfolglos wollten wir ein Taxi anhalten. Schliesslich stoppte dann eines dieser illegalen Taxi, bei denen man um den Fahrpreis verhandeln muss und vor denen wir zu Beginn von der Polizei gewarnt wurden. Glücklicherweise kam kurz darauf noch ein legales Taxi und so stiegen wir dort ein und liessen uns nach Hause fahren, wobei wir mitten auf Strasse im Chaoyang District noch Vince hinauswarfen.</p>
<p>Im Hostel angekommen wartete dann auch schon die nächste Aufgabe auf mich: packen. Wie zuvor bei British Airways angefragt, hatte ich noch zwei zusätzliche Gepäckstücke. Eine dieser Taschen war eine dieser billigen, chinesischen &#8220;Plastik&#8221;taschen, die leider riss, nachdem ich sie mit 32kg vollgestopft hatte und mir Sascha beim Schliessen helfen wollte. Aufgrund meines riesigen Fächers, den ich mir in Yangshuo gekauft hatte und den ich wohl spätestens in London hätte abgeben müssen, wenn ich versucht hätte ihn im Handgepäck mitzuführen, hatte ich nur diese eine Tasche, in der er Platz hatte. Sascha kam daraufhin auf die Idee, dass wir am Morgen einen Bettanzug klauen könnten, um die Tasche darin einzuwickeln, da dieser ganz sicher nicht reisst.</p>
<p>Gesagt, getan &#8211; wenn auch von meiner Seite her mit einem sehr schlechten Gewissen. Um halb 4 Uhr gingen wir schlafen und standen um 7 Uhr bereits wieder auf. In aller Eile machten wir uns bereit, packten die letzten Dinge ein und genossen zum letzten Mal ein feines Frühstück im Hostelrestaurant. Nachdem wir die kaputte Tasche in den Bettanzug gewickelt hatten, packten wir sie zusätzlich mit schwarzen Abfallsäcken ein, die wir vom Hostelpersonal erfragt hatten. Darum herum machte ich dann schliesslich noch eine Menge Klebeband.</p>
<p>Das Hostelpersonal hatte für uns ein Taxi für 9 Uhr bestellt, welches bereits eine Weile vorher draussen auf uns wartete. Als der Taxifahrer dann aber meinen Koffer, die beiden Taschen, meine Laptoptasche, meine Handgepäcktasche und Saschas Rucksäcke sah, lehnte er ab uns mitzunehmen. Es kostete uns und das Hostelpersonal, die übrigens ebenso erstaunt über unser vieles Gepäck waren und uns schliesslich sogar auch noch einen Bettanzug anbieten wollten, einige Überredungskunst. Der Taxifahrer willigte dann endlich doch noch ein und es passte alles perfekt ins Auto.</p>
<p>Die Fahrt zum Flughafen verlief einigermassen ruhig, obwohl ich dem Taxifahrer mehrmals die Möglichkeit gab, ein Gespräch zu beginnen, schien er nicht sondern interessiert daran zu sein, war allerdings sonst sehr nett und fuhr uns in Windeseile zum Flughafen. Zum Dank gab ich ihm dann 10 Yuan mehr.</p>
<p>&#8230; Fortsetzung folgt&#8230;.</p>
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		<title>Nanjing</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 14:38:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schanä</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die 2-stuendige Fahrt von Shanghai nach Nanjing verlief gut. In China gibt es verschiedene Zuege, die mit einem D im Namen sind die schnellsten, kosten aber natuerlich auch viel mehr. Unser Zug war sehr neu und modern und erinnerten mich an die Deutsche Bahn. Die Ansagen erfolgen in Chinesisch und Englisch und werden auch so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die 2-stuendige Fahrt von Shanghai nach Nanjing verlief gut. In China gibt es verschiedene Zuege, die mit einem D im Namen sind die schnellsten, kosten aber natuerlich auch viel mehr. Unser Zug war sehr neu und modern und erinnerten mich an die Deutsche Bahn. Die Ansagen erfolgen in Chinesisch und Englisch und werden auch so angezeigt. Zudem kommt man in den Genuss eines Fernsehers, auf dem heute irgendein chinesischer Kampfsportfilm und Shrek 3 liefen, allerdings fehlte ausser einige Sekunden lang der Ton. Etwas komisch finde ich, dass die Sitze alle in die Fahrtrichtung zeigen &#8211; pro Wagen gibt es nur ein Abteil mit einem kleinen Tischchen und somit gegenueberliegenden Sitzen. Entgegen unseren Standards hat es natuerlich Stehtoiletten und man kann sich heisses Wasser holen, was fuer Chinesen wohl etwas vom wichtigsten ist.</p>
<p>Ich weiss nicht, ob es am kommenden Fruehlingsfest liegt oder ob generell so viele Leute verreisen, aber auch heute schien der Bahnhof unter der riesen Menschemenge nahezu unterzugehen, was irgendwie ein komisches Gefuehl ist. Gemaess Hostelworld verliessen wir das Bahnhofsgebaude beim Westausgang und stiegen in Bus #13 ein, den wir bei der Haltestelle &#8220;Wutanshanbeilu&#8221; verlassen sollten. Nach einer Weile sprach mich eine junge Chinesin in sehr gutem Englisch an, was bei Chinesen eher selten vorkommt, und bot mir ihren Sitzplatz an, da mein Rucksack so schwer aussehe, was ich echt nett fand. Ich versuchte es ihr zwar auszureden, doch sie liess nicht locker und so hatte ich gegen Ende dann einen Sitzplatz und so plauderten wir etwas zusammen. Auch wenn es einfach gewesen waere, halfen uns doch alle Chinesen im Bus bei der richtigen Haltestelle auszusteigen.</p>
<p>Dort angekommen gingen wir mal in eine Richtung los gemaess meiner gezeichneten Karte, was aber irgendwie nicht so erfolgreich verlief, weshalb ich das Hostel anrief. Die Frau am anderen Ende der Leitung verwirrte mich aber mehr als dass sie mir half und so war ich am Schluss des Gespraechs genauso schlau wie zuvor. Zudem finde ich es sehr komisch, dass auch Hostelangestellte nicht einmal &#8220;Tschuess&#8221; sagen beim Telefonieren. Ploetzlich kamen dann ein Maedchen und ein Junge auf uns zu und boten uns &#8211; wieder in gutem Englisch &#8211; ihre Hilfe an. Schliesslich fanden wir das Hostel doch. Das Bett im 4er Dorm kostet satte 50Yuan, stellte sich aber als richtiges Bett heraus. Die Zimmer befinden sich in einem anderen Gebaeude als die Rezeption und der Aufenthaltsraum und konnte vom Bau her geradesogut in der Schweiz stehen. Unser Zimmer befindet sich im 3. Stock, die Duschen sind leider ausserhalb des Hauses, was etwas muehsam ist.</p>
<p>Weil meine Haeschentasche, die ich schon die ganze Zeit mit mir rumschleppe so schwer war, war ich echt kaputt und ging erstmal duschen. Anschliessend versuchten wir unseren Aufenthalt hier zu planen und gingen natuerlich zur Rezeptionistin, da diese meistens gute Tipps bezueglich den Sehenswuerdigkeiten haben &#8211; diese hier leider nicht. Als wir sie danach fragten, welcher Abschnitt der Stadtmauer denn am schoensten sei, verstand sie unsere Frage nicht und meinte, sie wisse gar nicht, ob es ueberhaupt eine Stadtmauer gaebe. Hae? Daraufhin beschlossen wir, selber Infos im Internet rauszusuchen. Wie sich dann auch herausstellte, scheint es auch hier kein wirkliches Fruehstueck zu geben; im Angebot sind jeden Tag drei verschiedene Sandwiches mit Pommes Frites. Na dann Guten Appetit!</p>
<p>Gegen 16 Uhr marschierten wir in Richtung Stadt davon, auf unserem Plan den Besuch des Trommelturms, der Hunan Strasse und der Stadtmauer. Nanjing ist meiner Meinung nach eine der schoeneren und besonderen chinesischen &#8220;Klein&#8221;staedte, die ich bisher besucht habe. Kunming erschien mir recht langweilig und ueberhaupt nicht &#8220;hao wanr&#8221;, Nanjing hingegen bietet neben kleinen tollen Geschaeften auch fuer die mehr verdienenden unter uns etwas. Interessant finde ich, dass es hier viele Fruchtsaftgeschaefte und sonstige auf die &#8220;healthy&#8221;-getrimmten Geschaefte gibt. Nanjing besitzt auch eine U-Bahn, mit der wir fuer zwei Yuan zur naechsten Station fuhren. Hier erhaelt man keine Papierkarte zum entwerten, sondern eine Plastikmuenze.</p>
<p>Der Trommelturm stellte sich als wenig speziell heraus; er war frueher zwar mal das groesste Gebaeude der ganzen Stadt gewesen, doch dies ist natuerlich schon laengst nicht mehr der Fall, gleich in der Naehe gibt es einen riesigen Komplex, dessen Spitze etwas an ein Gewehr erinnert. Der Trommelturm ist ein rotes Gebaude mit Tor, im Innern gaebe es anscheinend noch Ausstellungen, aber das war&#8217;s auch schon, weshalb wir uns auf die Suche nach einer Pagode am See begaben. Per Zufall lag auch gerade die Hunan Strasse auf dem Weg dorthin, die von Geschaeften mit Souvenirs und Essensstaenden gesaeumt ist und am Abend ganz kitschig beleuchtet wird.</p>
<p>Wir fanden dann zwar die Stadtmauer und ein Tor mit Tuermchen drauf, allerdings wird derzeit rundherum gebaut, so dass der Anblick nicht besonders schoen ist. Mittlerweile war es auch schon etwas dunkel geworden, so dass man auf dem See nicht mehr so viel erkennen konnte, was aber auch am vielen Smog gelegen haben koennte. Waehrend wir noch besprachen, was wir als naechstes unternehmen wollen, ertoente in der Naehe ploetzlich laute, wirklich laute, Musik, die man normalerweise sonst nur ins Discos hoert &#8211; keine Ahnung mit welchem Zweck.</p>
<p>Vom Hunger &#8220;geplagt&#8221; liefen wir wieder zurueck, fanden jedoch an der bekannten Hunan Strasse natuerlich kein guenstiges Restaurant und fuhren darum zurueck mit der U-Bahn. Aber auch hier wurden wir nicht wirklich fuendig und entschlossen uns zur Not fuer einen chinesischen Woton-Fast Food Laden, wo es allerdings nichts fuer mich zu essen gab, weshalb ich mir beim Baozi-Stand daneben drei Gemuese-Tofu-Baozi kaufte, die sich allerdings als geschmackslos herausstellten. Auch die Woton-Suppe sei nichts besoderes gewesen. Ich habe sowieso die Erfahrung gemacht, dass mir das Essen in chinesischen Fast Food-Geschaeften, also solche, die chinesisches Essen anbieten, nicht besonders schmeckt, resp. es nichts fuer mich hat.</p>
<p>Anschliessend bestellte ich mir in einem Mango-Geschaeft (Saschas Horror), wo es alles unmoegliche und moegliche mit Mango und exotischen Fruechten zu essen gab, einen Mango-Erdbeer-Drink mit Jelly drin. Getraenke, insbesondere Milk Tea mit Geschmack und mit verschiedenen Jelly-Stuecken ist sowieso der Renner in China. Fuer meinen Geschmack koennte man die Jelly-Dinger beiseite lassen. Aber man muss ja alles mal probiert haben. In diesem Sinne liessen wir den Abend diesmal gemuetlich ausklingen.</p>
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		<title>Shanghai</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 16:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schanä</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfang folgt&#8230; Am Freitagmorgen beim Fruehstueck gab uns die Fuwuyuan zu verstehen, dass es heute nur Spaghetti oder Fried Noodles zu essen gebe. Es stellte sich dann heraus, dass mit Spaghetti Reis mit Shrimps gemeint war. Ich bestellte gleich zu Beginn Muffins, also Waffeln, da ich keine Probleme haben wollte. Einerseits nervt es uns, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang folgt&#8230;</p>
<p>Am Freitagmorgen beim Fruehstueck gab uns die Fuwuyuan zu verstehen, dass es heute nur Spaghetti oder Fried Noodles zu essen gebe. Es stellte sich dann heraus, dass mit Spaghetti Reis mit Shrimps gemeint war. Ich bestellte gleich zu Beginn Muffins, also Waffeln, da ich keine Probleme haben wollte. Einerseits nervt es uns, dass man immer etwas anderes erhaelt als sie einem anbieten, andererseits macht es dies auch spannend. Unsere Vermutung ist, dass sie am Morgen die Reste des Vortages fuer das Fruehstueck verwenden und darum gibt es immer nur etwas, das man waehlen kann. Anschliessend gingen wir wie immer in den &#8220;alldays&#8221; Supermarkt gleich nebenan ein Joghurt kaufen.</p>
<p>Mit der U-Bahn fuhren wir anschliessend zum Hauptbahnhof, der sich auf Linie 1 befindet, um ein Ticket nach Suzhou zu kaufen. Dort angekommen entdeckten wir zwei Hallen mit &#8220;Self Service Ticket Machines&#8221;, wo man die Tickets selber kaufen kann. Das Menue ist sogar in Englisch, was Michaela und mich echt verwunderte. Fuer Saeschu ist dies natuerlich nicht so besonders, was uns zeigt, wie sehr wir uns schon an China gewoehnt haben und ueber welche Dinge wir uns freuen. Fuer 26Yuan fanden wir dann einen Zug nach Suzhou, der allerdings erst 1.5h spaeter ging, also um 12 Uhr. Um die Zeit bis dann zu ueberbruecken, versuchten wir uns schon mal zu ueberlegen, wie wir den Rest unserer Reise planen wollen, wann genau wohin.</p>
<p> </p>
<p>Forsetzung folgt</p>
<p>Eigentlich war geplant gewesen, um 8　Uhr aufzustehen, doch morgens um 6 Uhr wurde ich ploetzlich von einem &#8211; vermutlich &#8211; Reizhustenanfall von Michaela geweckt, der einfach nicht mehr aufhoeren wollte, was natuerlich nicht gerade angenehm fuer sie war. Sicher waehrend einer Stunde versuchten wir irgendeine Loesung zu finden und Sascha hatte dann die Idee mit einer Daempfung (? &#8211; Mein Deutsch wird immer schlechter), was zu helfen schien. Zwar fanden wir dann alle doch noch eine Stunde Schlaf, doch da wir am Abend zuvor erst um 2 Uhr ins Bett gegangen waren, waren wir natuerlich noch alle kaputt.</p>
<p>Sascha und ich gingen dann runter ins Restaurant, da wir mit unseren Fruehstueckstickets 3x Muffins (also Waffeln) abholen wollten zum Mitnehmen. Die Fuwuyuan wollte oder konnte kein Englisch und so trug ich mein Anliegen so gut es ging in Chinesisch vor. Es lief dann darauf hinaus, dass es keine Muffins habe, weil der Typ keine machen wollte, und das heutige Tagesmenue aus Spiegelei und Zwiebeln, Peperoni und irgendwas plus ein Stueck Speck bestehe, worauf wir dankend verzichteten. Ich war etwas genervt ueber dieses doofe Verhalten des Restaurants (Arbeitsmoral =ich mache nur, was mir passt) und fragte sie, warum es denn keine Muffins gaebe und es stehe doch auf der Karte. Daraufhin sagte sie mehrmals etwas von &#8220;yibaiwu&#8221; (150), was ich im ersten Moment nicht verstand &#8211; spaeter als ich dann Michaela danach fragte, kam es mir in den Sinn: Sie hatte mir gesagt, ich spinne. Wie war das nochmals mit &#8220;Der Kunde ist Koenig&#8221;?</p>
<p>Jedenfalls gingen Sascha und ich dann mit leeren Haenden wieder nach oben. Waehrend die beiden aderen etwas spaeter auscheckten, ging ich nochmals ins Restaurant, um der Fuwuyuan meine Meinung zu sagen, da man so mit den Gaesten wirklich nicht umgehen darf. Diese war jedoch nicht anwesend, weshalb ich es auf Chinesisch einer anderen Kollegin zu erklaeren versuchte. Ein Typ tauchte dann auch noch auf und nach einer Weile verstanden die beiden. Der Typ entschuldigte sich mehrmals, was ich ganz nett fand. Den Vogel abgeschossen aber hatte schliesslich ein ca. 50-60jaehriger Mann, der uns ca. 2 Minuten darauf mit einer Schuessel gekochten Eiern nachgerannt kam und uns diese geben wollte. Eier??? Wir zogen es dann vor, im Supermarkt nebenan mit Essen einzudecken.</p>
<p>Anschliessend fuhren wir mit der U-Bahn zum Bahnhof, wo ich mir noch in der letzten Minute schnell ein &#8220;Haibao&#8221; kaufte, dieses blaue Maskottchen der Expo 2010 in Shanghai,das sich nahezu ueberall in Shanghai auf Plakaten etc. befindet und in Massen auf dem Schwarzmarkt als Plueschtier verkauft wird.</p>
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		<title>Lijiang</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 15:38:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nach 20 Uhr kamen wir endlich in Lijiang an. Wie sich spaeter dank eines Fruchthaendlers herausstellte, hatte uns der Bus am Suedtor ausgeladen. Dummerweise stand auf meiner Wegbeschreibung vom Nordtor aus, weshalb ich mich telefonisch beim Hostel erkundigte, ob es moeglich waere, zu Fuss zum Hostel zu laufen. Da es anscheinend zu kompliziert zum Beschreiben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach 20 Uhr kamen wir endlich in Lijiang an. Wie sich spaeter dank eines Fruchthaendlers herausstellte, hatte uns der Bus am Suedtor ausgeladen. Dummerweise stand auf meiner Wegbeschreibung vom Nordtor aus, weshalb ich mich telefonisch beim Hostel erkundigte, ob es moeglich waere, zu Fuss zum Hostel zu laufen. Da es anscheinend zu kompliziert zum Beschreiben gewesen waere, wurden wir keine 10 Minuten spaeter mit dem Minibus abgeholt und zum Hostel gefahren.</p>
<p>Nach dem Einchecken stellte sich heraus, weshalb das Hostel (Panba Youth Hostel) bei meiner Reservation extra noch nachgefragt hatte, ob wir denn wirklich das 2er-Zimmer mit den Kajuetenbetten haben wollen: Das Zimmer hatte ein kleines Lavabo mit Spiegel gleich rechts von der Tuere, dann folgte das Kajuetenbett an der Wand und daneben ein sehr schmaler Gang mit einem Schraenkchen, dazu &#8220;Plaettlibode&#8221;, was an ein Badezimmer erinnern liess. Na ja, was soll man auch anderes erwarten fuer 25Yuan &#8211; wobei unser Hostelzimmer in Dali nur 5Yuan mehr gekostet hatte und wesentlich luxurioeser war. Auch das gemeinsame Bad war nicht besonders &#8220;anmaechelig&#8221;; eine normale westliche Toilette und ein kleiner Raum mit einer Stehtoilette, wobei dort an der Wand auch gleich noch eine Duschbrause befestigt war. Hinzu kam noch, dass das Wasser beim Duschen entweder eisig kalt oder brennend heiss war.</p>
<p>Das Hostel ansonsten war aber auch wieder toll eingerichtet, allerdings lebte noch ein etwas nerviger Hund dort. Wir planten dann ein wenig unsere naechsten Tage und stellten ploetzlich fest, dass ein Schweizerpaerchen in unserem Alter da war, mit denen wir dann ins Gespraech kamen. Das Essen, das wir bestellten, schmeckte nicht sonderlich gut und auch hier gab&#8217;s nur einzelne Teile, aber kein Fruehstuecksset.</p>
<p>Spaeter erkundigte ich mich beim Typen an der Frontdesk nach einigen Dingen und dabei kamen wir mit der 20-jaehrigen Franzoesin Melanie ins Gespraech, die seit einem Jahr in Europa und Asien herumreist und ueber ihren Computer arbeitet. Ich schaltete mich spaeter aus und begann mit dem Chinesen an der Frontdesk zu plaudern. Er erzaehlte mir, dass er bereits an allen moeglichen Orten in Hostels in ganz China gearbeitet habe und erst seit Kurzem in Lijiang ist. Er arbeitet jeden Tag von 12 Uhr an, meist bis 24 Uhr abends, waehrend der Hochsaison allerdings teilweise auch laenger. Zudem hat er vier Tage pro Monat frei. Sein Englisch war extrem gut und war lustig mit ihm zu plaudern. Gegen 00:30 Uhr als ich mich nach seinen Arbeitszeiten erkundigte, erfuhr ich eben, dass er schon laengstens Feierabend haette, aber wegen uns noch laenger wach bleiben muesse, weshalb wir uns ins Bett begaben.</p>
<p>Am 24. Januar schliefen wir aus. Zum Fruehstueck gab es Muesli, das allerdings nur aus zwei Fruchtsorten, Joghurt und Rosinen bestand, der Preis allerdings war mit 20Yuan sehr hoch.</p>
<p>Dann liefen wir durch die Stadt, da wir den &#8220;Black Dragon Pool&#8221; besuchen wollten. Auf dem Weg dorthin sprach uns ploetzlich ein Amerikaner an, der in einem norwegischen Restaurant aushilft. Dieser gab uns dann einige Tipps, war aber gemaess Andy und Andy2 wohl eher doch auf Kundenfang, da auch sie von ihm angequatscht und zu etwas Essen ueberredet worden waren.</p>
<p>Der &#8220;Black Dragon Pool&#8221; ist ein ziemlich kleiner See, in dessen Mitte sich unter anderem eine Bogenbruecke und eine Pagode befinden, im Hintergrund sind die schneebedeckten &#8220;Jade Dragon Snow Mountain&#8221; zu sehen, was bei diesem wunderschoenen sonnigen und warmen Wetter ein tolles Fotomotiv mit Spiegelung im Wasser ergab.</p>
<p>Gleich neben dem See gibt es auch den sogenannten Elephant Hill, den wir aber nur ca. 200m bestiegen, um etwas Aussicht auf die Stadt zu haben. Zudem wurde in LonelyPlanet davor gewarnt, dass bereits einige Reisende dort ausgeraubt worden seien. Michaela und ich sind mittlerweile nicht mehr so begeistert von LonelyPlanet, da dieser hauptsaechlich teure und nicht besonders gute Restaurants aufgelistet hat und es fast zu jeder Stadt eine Warnung in dieser Art gibt.</p>
<p>Wir gingen dann wieder zurueck zur Altstadt, wo sich am oestlichen Ende auch unser Hostel befindet. Lijiang ist eigentlich aehnlich wie Dali, nur scheinbar touristischer. Die Altstadt erinnerte mich stark an Venedig, da es unzaehlige verwinkelte Gaesschen gab und teilweise ein Fluesschen mit Bruecken durch die Stadt fuehrte. An jeder Strasse gab es auch einen Wegweiser mit einer Karte, auf der Norden allerdings jedesmal woanders war (unten, oben, links, rechts), was einen mehr verwirrte als half. Grob leasst sich sagen, dass die Altstadt den Kern bildet und darum moderne Gebaeude und so gebaut wurden. Insgesamt fuehlte ich mich von Lijiang irgendwie staerker angezogen, moeglicherweise eben gerade weil die Gaesschen so verwinkelt sind und es einen Spaziergang darum interessanter macht.</p>
<p>Interessant ist auch, dass in Lijiang sehr viele Minderheiten auf der Strasse herumlaufen, dh. in ihren Trachten. Hauptsaechlich sind dies die Angehoerigen der Naxi. In einem kleinen Restaurant mit dem Namen &#8220;Rendezvous&#8221; (natuerlich falsch geschrieben) beschlossen wir unser Mittagessen zu uns zu nehmen. Ich probierte einen Bananenmilkshake und Naxi-Reisnudeln mit Gemuese aus, die allerdings nicht so besonders lecker schmeckten.</p>
<p>Auf der Suche nach&#8221;Mu&#8217;s Residence&#8221; spazierten wir weiter durch die Stadt und landeten per Zufall bei einer Gratis-Ausstellung ueber Oeko-Tourismus, wo uns der Chinese Steven Einiges in Englisch erklaerte. Ich war sehr ueberrascht, dass es in China eine Organisation (Hauptsitz in Nordamerika) gibt, die sich um Umweltschutz in der Yangtse-Area kuemmert.</p>
<p>Danach suchten wir einige Zeit lang nach dem Eingang zu Mu&#8217;s Residence, den wir dann endlich doch noch fanden. Mu war &#8211; wenn ich mich richtig erinnere &#8211; ein Kaiser, der mal in Lijiang gelebt hatte. Auch hier gab es zahlreiche Pavillons und Tempel, doch die Anlage war sehr schoen eingerichtet und befand sich teilweise noch am Hang, was das Ganze interessant macht. Fuer einige unter euch mag es vielleicht unlogisch erscheinen, aber nach dem 20. Tempel sehen alle irgendwie aehnlich aus und man ist nicht mehr so begeistert wie vom ersten.</p>
<p>Anschliessend landeten wir auf einem grossen Marktplatz, auf dem es unzaehlige Staende mit Fruechten und anderem gab. Auch haben wir Schweinchen und Huehner zum Verkauf angeboten gesehen.</p>
<p>Etwas Typisches in Lijiang, was sehr gut aussieht, sind diese Hyroglyphen, die die chinesischen Charaktere vereinfachen und wie kleine Maennchen, Tiere oder anderes darstellen und sich praktisch auf jedem Schild/Wegweiser befinden. Hiervon haben wir uns natuerlich noch lustige Postkarten gekauft. Unterwegs durch die Gaesschen trafen wir auf das &#8220;Le Petit Bookcafe&#8221;, das auch im LonelyPlanet angepriesen wird. Dort bestellten wir uns eine Pizza und einen Burrito, die zwar gut rochen, aber nicht besonders ueberzeugend schmeckten.</p>
<p>Spaeter trafen wir noch auf eines der vielen Teegeschaefte, wo wir uns mit Teerosen eindeckten. Teerose sind so kleine Kugeln, die im heissen Wasser aufgehen und so was wie eine Blume formen. Hiervon gibt es verschiedene Geschmacksrichtungen und einige stellen wunderschoene Gebilde dar. Zuhause kostet eine Teerose ungefaehr 2 Euro, hier kriegt man hingegen ca. 5 fuer diesen Preis.</p>
<p>Da es schon spaet und dunkel war, machten wir uns auf die Suche nach dem Heimweg. Zurueck im Hostel trafen wir wieder auf Andy, der sich auch bei uns eingefunden hatte, da im Mama Naxi&#8217;s Guesthouse zu schmutzig war. Ich finde es toll, wenn man Leute, die man auf der Reise kennengelernt hat, zu einem spaeteren Zeitpunkt noch einmal trifft.</p>
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