Interessante Begegnungen
Ich bin nun bereits in New York angekommen, an der letzten Destination meiner Ferien bevor es wieder zurueck in die Schweiz und an die Arbeit geht.
Um 15 Uhr fuhr mich Sergio an den Flughafen, wo ich recht schnell die Sicherheitskontrolle durchquerte; hierbei musste ich jedoch sogar die Schuhe ausziehen, dies war so vorgeschrieben. Was mich etwas geaergert hatte, war, dass ich fuer mein aufgegebenes Gepaeckstueck 25 Dollar bezahlen musste. Ich hatte eigentlich erwartet, dass dies bereits inklusive waere. Der Flughafen von Jacksonville war recht gross. Ich kaufte mir ein Veggie Sandwich und um 17:35 Uhr ging dann auch schon mein Flug mit Delta Airlines. Da es ein Inlandflug war, war das Flugzeug sehr klein. Ausnahmsweise gab es einen alten Stewardess und eine eher aeltere Stewardess. Normalerweise sind die Flugbegleiter alle ja sehr jung.
Eigentlich waere mein Sitzplatz am Fenster in der 6. Reihe gewesen, doch da ein Paerchen nicht zusammen sitzen konnte, wechselte ich freiwillig mit ihm. So sass ich dann neben einem ca. 40-50 jaehrigen New Yorker Ex-Polizist. Dieser begann nach dem Abflug mit mir zu sprechen und weil ich einen Reisefuehrer las, gab er mir dann alle moeglichen Tipps. Sein Kolleg (auch ein Ex-Cop) half ihm dabei. Ich bin immer wieder ueberrascht, wie einfach man mit Amerikanern ins Gespraech kommt. Am Morgen war ich mit Sergio in Jacksonville Downtown bei einem kleinen Markt unter der Autobahnbruecke am Fluss und wir hatten seinen Hund Duke dabei. Immer wieder zwischendurch hielten Leute an und sprachen uns an wegen Duke. Ich glaube, das wuerde bei uns nicht so schnell passieren.
Erstaunlicherweise landete unser Flugzeug frueher als geplant in New York La Guardia und ich nahm mir ein Taxi. Mein Taxifahrer schien Inder zu sein. Fuer 15 Dollar fuhr er mich an die Broadway & 30th Street, wo ich mich auf die Suche nach Peachs Appartement machte. Sie wohnt zusammen mit drei anderen Maedchen in einer eher altmodischen Plaettliboden-Wohnung, die aber sehr gemuetlich und kuenstlerisch eingerichtet ist. Ich habe Peach mal an einem Metal-Konzert in Beijing kennen gelernt und sie hat mir angeboten, falls ich jemals nach New York kommen wuerde, dann koenne ich bei ihr wohnen. Sie ist eine sehr aufgedrehte Person.
Die vergangenen Tage habe ich ja in Jacksonville bei Sergio verbracht. Waehrend der ganzen Zeit durfte ich sein Zimmer benutzen und er schlief auf dem Sofa. Wir haben uns eigentlich gut verstanden und sind uns nicht auf die Nerven gegangen, worueber ich doch froh war, da es was anderes ist, sich so wiederzusehen als in Beijing, wo alles fuer uns beide neu war. Wir haben Verschiedenes unternommen:
- am Mittwoch fuhren wir nach St. Augustine, der aeltesten Stadt Amerikas. Diese war zu meiner Ueberraschung sehr klein, aber touristisch. Es hat eine bekannte Strasse, an der sich eine grosse Anzahl Restaurants und kleine Shops befinden. Die Haeuser sind sehr huebsch. Am Abend gingen wir ins Kino “Limitless” schauen.
- am Donnerstag besuchten wir den Zoo, welcher mir wirklich sehr gut gefallen hat. Die Tiere haben einen grossen Auslauf und viele sind in der freien Natur in Gehegen und nicht in Kaefigen. Der gesamte Park ist sehr schoen gestaltet und ich konnte viele Tiere von Nahem betrachten. Es gibt verschiedene Gebiete, je nach Kontinent ausser Europa.
- am Freitag gingen wir zuerst an die Graduation an seiner Universitaet, weil eine Kollegin den Abschluss hatte. Es war eine sehr amerikanische Erfahrung, wie man sie aus Filmen oder Serien wie One Tree Hill kennt. Anschliessend erkundigten wir noch etwas seine Universitaet und besuchten dann den Strand von Jacksonville. Anschliessend das Fest “World of Nations”, wo es Staende mit Informationen und landestypischem Essen von ca. 40 Laendern hatte. Beim Eingang erhielt man einen Papierpassport und bei jedem Land konnte man sich dann einen Stempel in den Pass machen lassen. Am Abend gingen wir dann noch mit zwei Kolleginnen von ihm ins Kino “African Cats” schauen. Ich wusste gar nicht, dass Disney auch Natur-Filme macht. In diesem Kino erlebte ich dann, wie riesig die Popcorntueten sein koennen…
- Heute fuhren wir Downtown, wo er mir einen Buchladen zeigte, der Secondhandbuecher nach Themen geordnet fuerhte. Anschliessend besuchten wir einen Markt am Fluss unterhalb der Autobahn.
Die ganze Zeit waren wir mit dem Auto unterwegs. Eigentlich finde ich dies ueberhaupt nicht toll, aber es gab praktisch keine andere Moeglichkeit, da der oeffentliche Transport wirklich sehr schlecht ausgebaut ist. Das finde ich sehr schade. Etwas schade fand ich auch, dass bei amerikanischen Familien die ganze Zeit der Fernseher laeuft…
