Erste Eindruecke

Gestern stand der Besuch eines Flohmarktes auf dem Programm. Peach wohnt in einer 4er WG mit drei anderen Kunststundentinnen zusammen. Das Appartement ist eigentlich sehr grosszuegig und eher langgezogen. Es wollten alle (ausser Sumi, die noch nie da war) mitkommen, aber ausschlafen. Ich durfte im Wohnzimmer auf einer Luftmatraze uebernachten, was sehr bequem war. Leider wurde ich jedoch morgens bereits um 7 Uhr von den Sonnenstrahlen, die durchs Fenster fielen, geweckt. Die anderen (Peach, Sophie, Angel und Darcy) jedoch hatten ausschlafen wollen, was zu meinem Bedauern dazu fuerhte, dass wir erst mittags das Haus verliessen.

Mit der ueberirdischen Metro fuhren wir nach Brooklyn. In der Naehe der Manhatten Bridge am Meer gab es einen Freiluft-Flohmarkt mit allerlei Dingen. Es war zwar sehr interessant, aber gekauft habe ich mir nichts. Ausser einem riesigen Donut mit Zimt und einem spanischen Taco-aehnlichen Gericht, das allerdings besser aussah als es schmeckte. Nachdem wir etwas den Fluss genossen hatten, ging’s mit der Metro weiter zur Brooklyn-Bridge (Quartier Dumbo = Down under the Brooklyn Bridge), ueber die wir dann spazierten. Leider wird im Moment gerade ein Teil renoviert, weshalb die Aussicht teilweise etwas beeintraechtigt war. Auf der anderen Seite (Manhatten), begaben wir uns dann zum Ausruhen kurz in einen Starbucks.

Anschliessend ging’s mit der Metro weiter zum Union Square, wo wir einen Comic Laden und anschliessend den Buchladen “Strand” besuchten, der vor allem Secondhandbuecher fuehrt, was ich eigentlich eine sehr gute Idee finde. Auch in Jacksonville habe ich so einen Buchladen besucht, allerdings hatte jener wirklich nur gebrauchte Buecher und war wunderbar nach Themen geordnet. Es kam dann noch eine taiwanesische Kollegin von Peach hinzu und wir gingen dann zu dritt ins japanische Quartier, wo wir vor einem Bubble Tea-Geschaeft vier chinesische + taiwanesische Kolleginnen von Peach trafen. Taiwanesinnen und Chinesinnen scheint man gut auseinander halten zu koennen: die Taiwanesinnen hatten viel feinere Gesichtszuege, nicht so platte Gesichter und sahen alles in allem sehr huebsch und Modelhaft aus. Klar mag dies nicht fuer alle gelten, aber trotzdem.

Als Gruppe gingen wir dann etwas weiter in ein sehr kleines Restaurant, das ueber eine begrenzte Anzahl Sitzplaetze verfuegte (Durchmesser des Raumes in der Breite ca. 3 Meter) namens “Xi’an”. Ich bestellte Nudeln mit Gemuese, doch es war so scharf, dass meine Lippen danach noch lange brannten. Danach gingen Peach und ich uns noch einen Bubble Tea (warmer Schwarztee mit Zucker in einem Plastikbecher, in dem es zuunterst ganz viele Tapioka-Kugeln hat) kaufen und fuhren dann nach Hause.

Heute machte ich mich dann alleine auf Erkundigungstour, worueber ich ein wenig froh war, da ich mich gestern etwas geaergert habe, weil es so lange gedauert hat bis wir losgingen. Steht man morgens nicht frueh genug auf, so hat man dann nicht mehr viel Zeit um Sightseeing zu machen.

Um 9 Uhr verliess ich mit Darcy das Appartement, da sie zu einem Bewerbungsgespraech gehen musste. Ich nahm die Metro bis zum Time’s Square. Der Eindruck war ueberwaeltigend. Ueberall Leuchtreklamen und riesige Banner. Farbenfroh und lebendig. Gelbe Taxis am Laufband. Dieser Platz hat mir sehr gut gefallen! Ich besuchte unter anderem den M&M’s Store und den Toys ‘R Us, was auch ein besonderes Erlebnis war.

Danach machte ich mich auf die Suche nach dem Hello Kitty-Pulli, den Peach und Sophie haben, doch in keinem der “Forever 21″-Shops gab es ihn noch, was mich etwas enttaeuschte. Ich fuhr dann zur 5th Avenue, an der sich ein teurer Laden neben den anderen reiht. Im Lindt-Shop erhielt ich sogar eine Erdbeer-Kugel. Ich besuchte auch noch kurz die Public Library und setzte mich kurz im Bryant Park. Der Bryant Park ist meiner Meinung nach eigentlich kein Park, sondern eher ein PLatz mit Baeumen und unzaehligen Tischen und Stuehlen, wo man sich gut einmal ausruhen kann.

Um ehrlich zu sein, fand ich die 5th Avenue alles andere als spektakulaer. Ich passierte unter anderem das Rockefeller Centre, das ich dann einmal noch besteigen will und traf dort noch auf einen Lego Shop. Ich lief weiter bis zum Beginn des Central Park (ca. 52nd Street) und ging dort noch kurz in den unterirdischen Apple Store. Anschliessend fuhr ich wieder zum Rockefeller Center zurueck und geriet dort ins unterirdische Shopping Center, wo ich einen Starbucks entdeckte. Dieser pries ein neues Getraenk an: ein Frappuccino mit Kokosnuss Geschmack. Als ich dieses jedoch bestellen wollte (viel Auswahl habe ich ja sonst nicht, da ich Kaffee nicht mag), sagte mir der Barista, dass es dieses erst ab morgen gaebe. Daraufhin beschloss ich ein Strawberry Frappuccino zu nehmen. Der Barista meinte jedoch so, dass es auch noch was anderes gaebe als immer nur Strawberry Frappuccino. Ich erklaerte ihm, dass ich Kaffee nicht mag. Da bot er mir doch tatsaechlich an, er koenne mir einen Chocolate Cookie Frappuccino machen. Dies sei seine eigene Kreation und wenn ich es nicht moege, koenne er mir was anderes machen. Er berechnete mir den Preis eines Kaffees, was ungefaehr 3.60 Dollar kostete und somit guenstiger war als ein normales Frappuccino. Es schmeckte echt gut und erinnerte mich an Stracciatella.

Anschliesend machte ich mich noch auf die Suche nach dem japanischen Quartier in der Naehe des Union Square, da ich dieses gestern nur beim Eindunkeln gesehen hatte. Um 20 Uhr machte ich mich dann endlich auf den Rueckweg, da es schon langsam dunkel wurde…