Miami South Beach

So viel gibt es heute nicht zu berichten. Ich teile derzeit das 8er Zimmer mit drei braungebrannten, blonden Schwedinnen, die am Ende ihrer 6 monatigen Weltreise sind.

Eigentlich wollte ich ja nach Little Havana gehen in Miami Downtown, doch als ich am Morgen aufstand und das Wetter so wunderschoen war, beschloss ich, etwas dem Strand entlang zu laufen, in der Hoffnung den Ort zu finden, an dem wohl die CSI Miami Episoden gedreht werden. So lief ich rund zwei Stunden noerdlich dem Strand entlang – mal auf dem Beach Walk, mal im Sand und mal im Meer. Die Sonne brannte richtiggehend herunter und obwohl ich mich mit meinem Schal zu schuetzen versuchte, bin ich immer noch rot und einige Hautflecken tun immer noch sehr weh. Ueberall waren Leute am Baden oder Suennelen. Die meisten Hotels hatten eigene Liegestuehle und ein Haeuschen, wo man Getraenke kaufen konnte. Dementsprechend liefen die Hotel Boys in weissen Kleidern herum. Zwischendurch hatte es immer wieder mal so ein Haeuschen der Badeaufsicht.

Nach zwei Stunden sah die Umgebung immer noch genau gleich aus – Strand, Meer und Hotels und so drehte ich langsam mal um. Zu meinem Entsetzen musste ich erkennen, dass ich von der 9th Street bis zur 55th Street gelaufen war. Mittlerweile war es schon fast Mittag und die Sonne brennte noch mehr, weshalb ich immer wieder mal im Schatten anhalten musste, weil ich so schnell erschoepft war.

Endlich wieder am Ocean Drive angekommen, begab ich mich ins Starbucks, wo ich mir ein Sandwich und ein Erdbeer Smoothie genehmigte. Vom Getraenk war ich allerdings masslos enttauescht. Es schmeckte bloss nach Banane und sonst nach gar nichts. Es war in diesem Sinne nicht mal einleckerer Banenen Smoothie. Das Sandwich hingegen war echt lecker.

Den Rest des Tages verbrachte ich etwas mit Lesen (ich finde “Eat Pray Love” schrecklich langweilig und langatmig, lese es aber trozdem fertig, weil ich’s mir schliesslich gekauft habe), unter anderem am Strand, wo ich dann auch meinen Zimmerschluessel verlor (10 Dollar Depot ade) und lief etwas an der Washington Avenue herum und knipste ein paar Art Deco Style Haeuser.

Da ich morgen frueh aufstehen muss, um um 7 Uhr den Bus zu nehmen, der mich zur Metrorailstation und dann zum Amtrak Bahnhof bringt, gehe ich nun etwas frueh ins Bett.

Hier noch einige Dinge, die mir aufgefallen sind:

- Autofahrer in Miami sind recht angenehm, sie fahren nicht wie die Wilden und geben auch mal einem Fussgaenger den Vortritt.

- In einigen Bussen hat es wie eine Waeschelinie, an der man ziehen kann, wenn man Halt verlangen moechte.