zweiter Tag
Am zweiten Tag, einigermassen ausgeschlafen und dank am vorherigen Tag Durchstehen bis um Mitternacht, ohne Jetlag, traf ich mich mit Hana um 9:30 Uhr vor der U-Bahn-Station Hongik University. Gemeinsam fuhren wir dann an irgendeinen interessanten Ort, wo es scheinbar guenstig Kleider zu kaufen gaebe. Dies im Untergrund im Subway-Bereich. Es gab unzaehlige kleine Geschaefte, die mit Ausverkauf ihre Kleider, Schuhe etc. feilboten, meist um die 10 CHF. Da es aber nicht mein Stil war, liess ich es mit shoppen sein.
So verging die Zeit wie im Fluge und wir spazierten weiter an einen Ort, den mir Hana unbedingt zeigen wollte, da dort scheinbar nur reiche Toechter rumstolzieren wuerden, die meisten davon haetten schon eine Schoenheitsoperation hinter sich. Zuerst aber gingen wir in ein Restaurant noch etwas essen; kalte Nudeln an einer Reis-Sosse. Es schmeckte besser, als man sich das nun vielleicht vorstellt. Dieser Ort, den mir Hana so angepriesen hatte, stellte sich als Strasse mit kleinen, aber toll dekorierten Kleiderlaeden heraus,in denen sich die Preise allerdings um die 40-80 CHF bewegten.
Um 16 Uhr hatte Hana mit ihren Studienkollegen abgemacht, weshalb mit der Subway zurueckfuhren, wo ich bei der Ewah Women University ausstieg. Um 20 Uhr sollte ich mich erst wieder mit ihr in Sincheon treffen. Die Gegend um diese Universitaet stellte sich aber als sehr spannend heraus, es gab viele kleine Geschaefte und Cafes. Als es mir zu heiss war (es ist hier in Seoul sehr “tueppig”), liess ich mich in einem Starbucks nieder und genoss bei einer extrem heissen Schokolade die Aussicht auf die Strasse. Ich liebe Korean-Watching, eine sehr unterhaltsames Hobby.
Um die abgemachte Uhrzeit traf ich mich dann wieder mit Hana und ihrem Freund. Es ging zum Norebang, resp. Karaoke-Singen. Man bezahlt 15 CHF, kriegt einen kleinen Raum mit zwei Mikros, zwei Song-Telefonbuechern und zwei “Rasseln” (zur Unterstuetzung des Saengers) und los geht’s. Besonders lustig finde ich, dass die Koreaner diesem Hobby mit Vorliebe froenen, bei uns wuerde man sich zieren und es waere einem auesserst peinlich, aber Hanas Freund, der sang mit voller Inbrust und es gab mehr ein Gerangel, wer denn nun singen darf als wer singen soll. Das Song-Handbuch war netterweise mit ca. 15 Seiten englischen Songs gut ausgeruestet und so konnte auch ich singen. Im Gegensatz zum Game “Singstar” gibt es nur die Musik und den Text, die Melodie muss man kennen, was es echt schwierig macht. Wir hatten aber eine Menge Spass und nach ca. 1.5h verliessen wir den Club auch bereits wieder und ich fuhr zum Guesthouse zurueck.
